Ab dem ersten April 2012 werden die kleinen Blockheizkraftwerke wieder vom Staat gefördert - mit harten, dennoch fairen Fördervoraussetzungen.
Die neuerliche Meldung zur Wiedereinführung der staatlichen Fördermaßnahmen für die Mini-BHKWs nach ihrer Abschaffung im Jahr 2010 könnte es nicht besser deutlich machen: die Förderung von Erneuerbare Energien-Anlagen über Marktanreizprogramme könnte unstetiger nicht sein. Die an einer Anschaffung Interessierten scheinen sich nie sicher darüber sein zu können, ob es zum Zeitpunkt ihrer geplanten Anlage noch staatliche Förderungen gibt, das Geld schon wieder aus ist oder sich zumindest die Konditionen verschlechtert haben.
Vertreter der Solarbranche und der Bundesumweltminister einigten sich bei einem jüngsten Treffen über mögliche Anpassungen in der Förderung der Photovoltaik.

Photovoltaik ©flickr.com / horstkress
Bei einem Treffen vom Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), Vertretern der Solarbranche und dem Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeichnete sich die einvernehmliche Meinung ab, dass eine Reaktion auf den wiederholt sehr hohen Zubau der Photovoltaik im vergangenen Jahr notwendig ist. Um das Vorhaben, den Ausbau der Solarstromversorgung in Deutschland in dem bisherigen Maß beizubehalten, waren die Teilnehmer des Treffens sich ob der Erhaltung der grundsätzlichen Fördermechanismen und der Begrenzung der maximalen Degression auf 24% jährlich einig.
Mit einer Leistung von insgesamt 700 Megawatt (MW) plant der Energiekonzern Eon einen der weltweit größten Offshore-Windparks in der Ostsee.

Offshore-Windpark ©flickr.com / Jose Navas
Etwa 100 Kilometer vor der schwedischen Südostküste will Eon Nordic einen Offshore-Windpark mit 180 bis 230 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 700 Megawatt bauen. Insgesamt soll die jährliche Stromproduktion circa 3.000 Gigawattstunden betragen. Laut der schwedischen Zeitung Dagens Industri würden sich die Investitionen für ein etwaiges Projekt bei Größenordnungen um die 2,2 Milliarden Euro belaufen. Wie die deutsche Fachzeitschrift Erneuerbare Energien angibt, wolle sich die Konzernzentrale in Düsseldorf aufgrund vieler ungeklärter Parameter aber noch nicht weiter zum Vorhaben äußern.
Der Weltmarktführer im Bereich der Windenergie kündigt an, bis zum Jahresende erhebliche Sparmaßnahmen durchzuführen. Darin sind auch Entlassungen im vierstelligen Bereich inbegriffen.

Grüne Energie © Flickr/Lollie-Pop
Aufgrund des stark gesunkenen Umsatzes im vergangenen Jahr, welcher mit etwa 400 Millionen Euro deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen lag, sowie den weitaus höher als erwarteten Produktionskosten von 125 Millionen Euro kündigte der dänische Turbinenbauer und Weltmarktführer Vestas ein umfangreiches Sparprogramm bis zum Ende dieses Jahres an. Ebenfalls die vom Konzern herausgegebenen zwei Gewinnwarnungen innerhalb von drei Monaten scheinen den Turbinenhersteller zum Handeln gezwungen zu haben.
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Nachdem sich die Verhandlungen mit den Investoren als gescheitert herausstellten, musste der Hersteller multikristalliner Solarzellen in der vergangenen Woche seinen Geschäftsbetrieb endgültig einstellen.

Sonnenuntergang ©flickr.com / RGE224
Bereits im Oktober vergangenen Jahres meldete die deutsche Tochter des kanadischen Solarherstellers Arise im sächsischen Bischofswerda Insolvenz an - nun ist die Unternehmung endgültig Pleite und ihre 100 Mitarbeiter arbeitslos. Wie die Insolvenzverwalterin Bettina E. Breitenbücher bekannt gab, wird der gesamte Geschäftsbetrieb stillgelegt, weil sich kein Investor für das Unternehmen mehr finden lassen konnte.
Bis 2020 sollen schon zehn Prozent des baden-würrtembergischen Strombedarfs aus heimischer Windenergie erzeugt werden - die grün-rote Landesregierung hat nun den im Herbst angekündigten Entwurf einer “praktisch orientierten Handreichung” vorgelegt.

Windenergie ©flickr.com / realer2k
Darin geht es in erster Linie um den forcierten Ausbau der Windenergie im Bundesland. In der Diskussion um den zukünftigen Windenergieerlass soll auch die Bevölkerung in Baden-Würrtemberg beteiligt werden. Grundziele sind die Beschleunigung des Ausbaus der Windenergienutzung im Südwesten sowie die Erstellung einer einheitlichen Richtlinie für Behörden und gleichermaßen auch Kommunen, Planer, Investoren und Bürger.
Auch nach der Pleite vom Akteur Solar Millennium sei das Wüstenprojekt nicht in Gefahr, da andere am Projekt beteiligte Unternehmen die entstehenden Lücken füllen können.

Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal ©flickr.com / langalex
Wie eine Sprecherin der Deutschen Desertec Initiative (Dii) erklärte, würde die Dii keine Auswirkungen der Situation bei Solar Millennium auf die eigenen Aktivitäten sehen. Der Projektentwickler aus Erlangen sei nämlich nur einer von mehreren Akteuren, der sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert habe.
Unter anderem sei schließlich auch Siemens an dem großanlegten Projekt beteiligt. Sie würden sich ebenfalls mit der Entwicklung solarthermischer Kraftwerke auskennen. Trotzdem der Markt für solarthermische Anlagen in letzter Zeit eher Enttäuschungen einfuhr, möchte die Dii nach wie vor an dieser Technologie festhalten.
In einem richterlichen Beschluss vom Obersten Gerichtshof in London wurde die politisch ambitionerte Entscheidung, die Einspeisetarife für Solarstrom abzusenken, kurzerhand für unrechtmäßig erklärt.

Solarstrom ©flickr.com / Dachdecker-Dachbaumeister
Zum Jahresende stoppte der oberste Gerichtshof in Großbritannien die Pläne der Regierung, die Einspeisevergütung für Solarstrom abrupt und massiv zu kürzen. Ursprünglich sollten diese bereits zum 12. Dezember in Kraft treten. Doch weil dieser Zeitpunkt elf Tage vor dem Ende der offiziellen Beratungen war, wurde das gesamte Vorhaben vom Gerichtshof für unzulässig erklärt. Jedoch geht der Beschluss des Gerichts noch weiter: es legte fest, dass die Regierung zukünftig mehr Geld für die Förderung photovoltaischer Anlagen im sozialen Wohnungsbau und an Schulen einzuplanen habe.
Mitte Dezember reichten die britische Hafengesellschaft Associated British Ports (ABP) und der Groß- und Technologiekonzern Siemens beim Stadtrat von Hull ihren Bauantrag für eine Export- und Produktionsanlage ein.

Siemens ©flickr.com / techweet
Die Genehmigung der eingereichten Pläne für die Siemensproduktion wird bis etwa Mitte des nächsten Jahres erwartet. Danach soll sich direkt der Baubeginn in der britischen Hafenstadt anschließen. Die Sprecherin der Siemens Wind Power A/S, Meike Wulfers, konkretisierte den Produktionsbetrieb: im Green Port Hull möchte der Konzern eine Produktionsstätte für Maschinenhäuser von Windenergieanlagen errichten. Daneben sollen Büros, Lager- und Logistikbereiche und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut werden.
Vergangene Woche stellte der Projektentwickler aus Erlangen, Solar Millennium, seinen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Fürth.

Solar Millennium ©flickr.com / CAMPUS OF EXCELLENCE
Für die Kenner der Branche zeichnete sich die Konsequenz des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens schon seit Monaten ab. Denn schon als der Erlanger Projektentwickler seine laufende Projektpipeline in den USA an den Branchenkollegen Solarhybrid verkaufen wollte, ließen sich unternehmensinterne Schwierigkeiten vermuten. Seit Monaten schon kämpfte die Unternehmung um ihr Überleben und kam seit Oktober kaum noch aus der negativen Berichterstattung heraus. Auch die Forderung auf Schadensersatz vom Ex-Vorstand Utz Claasen sowie der Rücktritt des Firmengründers Hannes Kuhn zeugten nicht von einer sonderlich stabilen Firmenlage.
Schließlich sank auch die Aktie an der Börse von zuletzt 1,10 Euro auf 45 Cent pro Papier.