Vergangene Woche stellte der Projektentwickler aus Erlangen, Solar Millennium, seinen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Fürth.

Solar Millennium ©flickr.com / CAMPUS OF EXCELLENCE
Für die Kenner der Branche zeichnete sich die Konsequenz des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens schon seit Monaten ab. Denn schon als der Erlanger Projektentwickler seine laufende Projektpipeline in den USA an den Branchenkollegen Solarhybrid verkaufen wollte, ließen sich unternehmensinterne Schwierigkeiten vermuten. Seit Monaten schon kämpfte die Unternehmung um ihr Überleben und kam seit Oktober kaum noch aus der negativen Berichterstattung heraus. Auch die Forderung auf Schadensersatz vom Ex-Vorstand Utz Claasen sowie der Rücktritt des Firmengründers Hannes Kuhn zeugten nicht von einer sonderlich stabilen Firmenlage.
Schließlich sank auch die Aktie an der Börse von zuletzt 1,10 Euro auf 45 Cent pro Papier.
Lange haben die Verhandlungen gedauert. Nachdem das Ende des Klimagipfels in Durban ursprünglich bereits am Freitag sein sollte, gingen die Gespräche in die Verlängerung und fanden letztlich den Schluss am Sonntagmorgen um vier Uhr - allerdings ohne die Vertreter einiger Inselstaaten.

Klimagipfel in Durban ©flickr.com / Utenriksdept
14 Tage lang verhandelten die Vertreter von den 193 beteiligten Staaten auf der bisher längsten Klimakonferenz, die aufgrund der schleppenden Verhandlungen in eine Verlängerung von 36 Stunden gehen musste. Am Ende jedoch konnten sich die Staaten zumindest über einen gemeinsamen Fahrplan bis 2020 einigen, in welchem jedoch noch viele Steine aus dem Weg geräumt werden müssen..
Lange lagen die Aktivitäten des schwedischen Energiekonzerns Vattenfalls in den Plänen, ein CCS-Demonstrationsprojekt in Deutschland zu bauen - bis auf weiteres ist dieses Vorhaben nun gestoppt.

Kein CCS ©flickr.com / boeseraltermann
Zur Freude der Deutschen Umwelthilfe und aller Vertreter der “echten” grünen Energieversorgung erteilte der Energieversorger Vattenfall am gestrigen Tag das Aus für das von ihm geplante CCS (Carbon Capture and Storage)-Demonstrationsprojekt im niederlausitzschen Jänschwalde in Brandenburg. Begründet wird dieser Schritt mit der andauernden Entscheidungslosigkeit bezüglich der Entwicklung eines deutschen CCS-Gesetzes.
Bis zum Jahr 2025 will Belgien komplett aus der Atomkraft ausgestiegen sein. Um dies zu erreichen, sollen in vier Jahren bereits die ersten Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Währenddessen darf sich die deutsche Bundesregierung bereits mit der Schadenersatzklage eines Großkonzerns auseinandersetzen.

Atomkraft? Nein Danke! ©flickr.com / Markus Lüske
Die Fragen im Bereich der Energieversorgung gehören sicher nicht zu den unwichtigsten in der Politik. Dass man für eine Übereinkunft in deren Beantwortung jedoch nicht mal eine funktionsfähige Regierung braucht, zeigten nun die Belgier. Bei ihnen wurde zwar selbst 16 Monate nach der letzten Parlamentswahl noch keine Regierung gebildet, allerdings zeigte man sich in der Atomkraft-Frage bereits sehr eindeutig: ab 2015 soll schrittweise aus der Atomenergie ausgestiegen werden.
Die Windmesse Husum gibt es nur noch bis 2012, danach wird die Messe für Windenergie nach Hamburg ziehen. Die Entscheidung des Branchenverbands trifft jedoch auf deutlich mehr Kritik als angenommen.
Dass der Windmesse in Husum nun ein Verfallsdatum aufgedrückt wurde, bedauern nicht nur die Veranstalter vor Ort. Die Stimmung zwischen den Verantwortlichen in Hamburg und in Schleswig-Holstein ist angespannt, denn das nördlichste deutsche Bundesland sieht seine Position als Standort für die Entwicklung von Zukunftstechnologien gefährdet.
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Noch Anfang des Jahres wurde Hamburg von vier Kernkraftwerken versorgt - seit dem Abschalten der Kraftwerken im Rahmen der Energiewende ist davon nur noch eines übrig - droht der Hansestadt ein Energieengpass?

Hamburg ©flickr.com / LuxTonnerre
Jüngst warnte der Industrieverband Hamburg (IVH) davor, dass es mit der jährlichen Revision des Kernkraftwerkes Brokdorf in Hamburg zu Stromausfällen kommen könnte. Würde Brokdorf als Hauptstromlieferant der Stadt ausfallen, könnte es laut Aussagen des IVH zu einer Unterspannung (”Brownout”) kommen, welche eine vorrübergehende aber starke Reduzierung der Versorgungsspannung zur Folge hätte. Möglicherweise würde sich diese Unterversorgung zunächst in einem Ausfall der Ampelanlagen in der verkehrsreichen Stadt auswirken.
Es ist das erste Hallenbad in Deutschland, welches in der Technologie eines Passivbaus in Betrieb genommen wurde. Auch der weitere Wärmebedarf wird ressourcenfreundlich gedeckt: das Hallenbad nutzt die Abwärme aus Biogas.

Hallenbad ©flickr.com / Gemeinde Ispringen
Im Jahr 2006 entschied die Stadt Lünen in Westfalen die Neuordnung ihrer Bäder in einem Ratsbeschluss. Dabei sollten nicht etwa die zum Teil in den 50er Jahren erbauten Bäder grundsaniert werden werden. Man beschloss einen Bau in Form eines neuen Hallenbads, welches die (Schwimm-)Flächenkapazitäten aller vier vereinigen sollte. Ohne Grundstücks- und Erschließungskosten kostete der Neubau im Passivhausstandard 11,5 Millionen Euro und ist damit das erste Hallenbad, das in der Passivhaustechnologie erbaut wurde.
Ab dem ersten September beherbergt der deutsche Energiemarkt einen Öko-Versorger mehr: das weltweit ambitionierte “Polarstern” betritt als unabhängiges Unternehmen den Versorgermarkt.
Neben Lichtblick, EWS, Greenpeace Energy und Naturstrom wird sich ab dem ersten September der fünfte Ökostromanbieter an den Markt begeben, der einen aus ausschließlich regenerativen Energiequellen gewonnenen Strom vertreibt. Weil der Konzern die Energiewende mitnichten nur als nationale, sondern als globale Herausforderung versteht, erklärt sich sein weitreichendes Engagement: aus seinen Verkäufen will das Unternehmen diverse Ökoprojekte sowohl in Deutschland als auch in Entwicklungsländern realisieren. weiterlesen »
An der Fakultät für Physik der Universität Duisburg-Essen wurde der neue Bachelor-Studiengang “Energy Science” eingeführt und setzt sich in seinem Aufbau von vergleichbaren bereits eingerichteten Studiengängen in Deutschland ab.

Hörsaal ©flickr.com / this.is.seba
Neu ist in erster Linie die bisher so noch nicht dagewesene Verbindung zwischen den Naturwissenschaften und der Energietechnik. Insgesamt acht Semester lang werden sich die Abiturienten mit Hochschulreife ab dem kommenden Wintersemester 2011/2012 sowohl die Grundlagen in den Naturwissenschaften als auch jene der Energiewissenschaften aneignen können. Ungewohnt viel später beginn die Einschreibungsfrist erst am 19. September und endet am 31. Oktober, eine Zulassungsbeschränkung besteht für dieses Jahr noch nicht.
Mit dem Titel “Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung” verabschiedete das Bundeskabinett heute das sechste Energieforschungsprogramm der Bundesregierung.
Das gemeinsam vom federführenden Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeitete Programm legt die Grundlinien und Schwerpunkte bezüglich der Förderpolitik der Regierung im Bereich innovativer Energietechnologien fest. Bestimmend für die die nächsten Jahre schafft es die Voraussetzungen für eine umweltschonende, sichere und kostengünstige Gestaltung des Umbaus der Energieversorgung in Deutschland.