Ab dem ersten April 2012 werden die kleinen Blockheizkraftwerke wieder vom Staat gefördert - mit harten, dennoch fairen Fördervoraussetzungen.
Die neuerliche Meldung zur Wiedereinführung der staatlichen Fördermaßnahmen für die Mini-BHKWs nach ihrer Abschaffung im Jahr 2010 könnte es nicht besser deutlich machen: die Förderung von Erneuerbare Energien-Anlagen über Marktanreizprogramme könnte unstetiger nicht sein. Die an einer Anschaffung Interessierten scheinen sich nie sicher darüber sein zu können, ob es zum Zeitpunkt ihrer geplanten Anlage noch staatliche Förderungen gibt, das Geld schon wieder aus ist oder sich zumindest die Konditionen verschlechtert haben.
Auch nach der Pleite vom Akteur Solar Millennium sei das Wüstenprojekt nicht in Gefahr, da andere am Projekt beteiligte Unternehmen die entstehenden Lücken füllen können.

Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal ©flickr.com / langalex
Wie eine Sprecherin der Deutschen Desertec Initiative (Dii) erklärte, würde die Dii keine Auswirkungen der Situation bei Solar Millennium auf die eigenen Aktivitäten sehen. Der Projektentwickler aus Erlangen sei nämlich nur einer von mehreren Akteuren, der sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert habe.
Unter anderem sei schließlich auch Siemens an dem großanlegten Projekt beteiligt. Sie würden sich ebenfalls mit der Entwicklung solarthermischer Kraftwerke auskennen. Trotzdem der Markt für solarthermische Anlagen in letzter Zeit eher Enttäuschungen einfuhr, möchte die Dii nach wie vor an dieser Technologie festhalten.
Die Erneuerbaren Energien nehmen im Jahr 2011 den zweitgrößten Anteil im Strommix ein. Damit ziehen sie erstmals an der Kernenergie und der Steinkohle vorbei.

Strommast ©flickr.com / Bluespete
Wie aus den Schätzungen des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2011 hervorgeht, ist die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in diesem Jahr auf ein Rekordhoch von 19,9% des gesamten Stromverbrauchs gewachsen. Damit steht nur noch die Braunkohle mit einem Anteil von 24,6% auf Platz 1 vor der grünen Energie.
Eine aus Franzosen und Deutschen zusammengeschlossene Initiative will das Megaprojekt Desertec nun voranbringen. Am Donnerstag wurden dafür die Papiere in der belgischen Hauptstadt Brüssel unterzeichnet.

Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal ©flickr.com / langalex
Als das Mammutprojekt Desertec gestartet wurde, setzten sich die Initiatoren hochgesteckte Ziele: bis 2050 sollten etwa 15% des Gesamtstrombedarfs in Europa aus Solarkraftwerken im Mittelmeerraum und unter anderem der Sahara in Nordafrika bezogen werden. Der Großteil des Stromes allerdings sollte vor Ort verbraucht werden und so Nutzwert für die Stromproduzenten bilden.
Die beiden Geschäftsführer von Dii und Medgrid, Paul van Son und André Merlin, signierten am vergangenen Donnerstag unter den Augen des EU-Energiekommissars Günther Öttinger einen Kooperationsvertrag über das Ökostromprojekt.
In Zeitschrift des Hochschulinformationsbüros der IG Metall, namentlich “Die Schnittstelle” genannt, gibt Viktor Wesslak eine vielversprechende Aussicht auf die Arbeitsmarktsituation im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Deutschland wird grün ©flickr.com / Greenpeace Hannover
So führt der Professor für Regenerative Energien an der thüringer Fachhochschule in Nordhausen die aktuelle positive Arbeitsmarktsituation auf den Boom im Bereich der regenerativen Energien zurück: in dem Sektor der Energieanlagen etwa würden zehntausende Jobs entstehen. Weiter führte er aus, dass die Anzahl der Beschäftigten im Bereich der Erneuerbaren Energien im Vergleich zu jenen in den Bereichen des Kohlebergbaus und der Nuklearindustrie stark zunimmt und die Energiewende letzlich sogar zu einem Zugewinn an Arbeitsplätzen führen würde.
Ein neues, von der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlichtes Internetportal gibt allen Interessierten aus Wissenschaft, Journalistik, Politik und dem normalen Leben Auskunft über aktuelle Studien und Forschungsberichte.
Mit der Absicht, für mehr Orientierung im Dokumenten-Dschungel der Thematik der Erneuerbaren Energien zu sorgen, kreierte die Agentur für Erneuerbare Energien den Studienradar Erneuerbare Energien. Sie bietet Journalisten, Wissenschaftlern, Politikern sowie interessierten Bürgern einen Überblick über Gutachten, Analysen und Forschungsberichte zum Themenkomplex der Erneuerbaren Energien.
Wie eine Marktstatistik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) zeigt, gehört der Boom für Heizungssysteme auf Grundlage erneuerbarer Energien bereits der Vergangenheit an.
Gemäß der Interpretation der von über 200 hochrangigen Vertretern aus Politik, Industrie und Wissenschaft vorgestellten Marktstatistik seien für die Stagnation im energetischen Modernisierungsprozess des Wärmemarktes vor allem schwankende Energiepreise, eine zu starke Konzentration der Energiepolitik auf die Stromthematik und unregelmäßige Förderungen in diesem Bereich verantwortlich. Aus diesem Grund forderte der BDH-Präsident einen entsprechenden umweltpolitischen Kurswechsel, welcher etwa die Ausweitung der Förderpolitik auf die Steuerabschreibung für energetische Modernisierungen zur Konsequenz habe.
Am 16. Mai 2011 wurde in Deutschland der Sonderbericht des Weltklimarats Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) vorgestellt, welcher zeigt, wie erneuerbare Energiequellen künftig zur Energieversorgung und zur Vermeidung des Klimawandels beitragen können.
Der “Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation” (SRREN) wurde auf der Grundlage des aktuell verfügbaren Wissens über die Energiefragen angelegt. Anlässlich der Vorstellung wurden die Technische Universität Berlin wie auch die Stiftung Mercator eingeladen, mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen zu disktuieren.
weiterlesen »
Atomkraft – eines der am meisten diskutierten Themen in Deutschland. Dass ihre Zeit begrenzt ist, darüber sind sich alle einig. Doch zu welchem Zeitpunkt die Atomenergie durch alternative Energien ersetzt werden kann, darüber streitet man sich heftig.
Zu den alternativen Energiequellen, die die Atomkraft ersetzen könnten, gehören theoretisch auch die noch immer in Deutschland arbeitenden Kohlekraftwerke. Ein Ausbau dieser Technologie ist jedoch höchst unwahrscheinlich, da die fossilen Brennstoff-Reserven der Erde zur Neige gehen und der hohe CO2-Ausstoß der Kraftwerke nicht mehr mit moderner Umweltpolitik vereinbar ist. Kohlekraftwerke sind also ebenso eine Auslauftechnologie wie Atomkraft.
Ein Studium Erneuerbarer Energien wird bei vielen jungen Menschen mit großer Begeisterung aufgenommen. Denn dieses Studium beschäftigt sich mit einem wichtigen Thema und bietet viele Job Chancen.
Wer sich für das Thema Umwelt allgemeinen interessiert, sollte sich den Studiengang Erneuerbare Energien genauer anschauen. Im Studium lernen Sie alles über erneuerbare oder regenerative Energien und helfen somit aktiv beim Klimaschutz. weiterlesen »