Es gleicht einer Herausforderung an die konventionelle Windenergie-Branche: ein langsam und leise drehender Windturm will deutlich mehr Energie erzeugen und zeichnet sich zudem noch durch eine kostengünstigere Anschaffung als das herkömmliche Windrad aus. Und wer hat’s erfunden?
Ursprünglich entstand die Idee für den Windturm ganz unverfänglich im Garten: ein Kinderkarussel sollte mit Hilfe von Windenergie angetrieben werden. Doch nach der erfolgreichen Umsetzung war der Wille nach mehr entfacht und so machten sich der CEO Patrick Richter und der Ingenieur Karl Bahnmüller daran, das Konzept und die Technik des einstigen Karussels weiterzuentwickeln. Nach rund 15.000 Arbeitsstunden und vielen Tests im Windkanal befindet sich der erste Prototyp in der Produktion - die Serienreife soll voraussichtlich Mitte 2014 erreicht werden.
Auf dem Gries, einem 2465m hohen Gipfel in den Schweizer Alpen, wurde letzte Woche eine Enercon-Turbine E-70 installiert, welche bereits Anfang 2012 ans Netz gehen soll.

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Es ist die höchste Windkraftanlage in Europa, welche derzeit in den Schweizer Alpen gebaut wird. Nach Ablauf einer mehrmonatigen Einstell- und Testphase lässt sich in dieser Höhenlage vermutlich eine Energie von drei Gigawattstunden im Jahr produzieren, welche den Verbrauch von etwa 800 Haushalten stillen könnte. Entwickelt wird dieses Projekt von der Swisswind Development aus Grimisuat im Wallis. Diese hatte sich für die Entwicklung und Finanzierung mit den beiden Energieversorgern EnAlpin und Services Industriels de Genève zur Grieswind AG zusammengeschlossen. Auch die vom Bau betroffene Gemeinde Obergoms wird am Projekt beteiligt und profitiert von den wirtschaftlichen Gewinnen.
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Die starken Winde in über 200m Höhe sind durch ihre Kräfte überaus verlockend für die Stromproduktion. Aus diesem Grund arbeiten Entwicklerteams seit Jahren an Anlagen, um diese Winde einzufangen. Eine Marktstudie kommentierte nun die verschiedenen Systeme und prüfte sie auf ihre Markttauglichkeit.

Höhenwinde nutzen? ©flickr.com / drkaup
Mit Drachen, Fallschirmen, Zeppelinen, Gleitsegel und anderen Flugobjekten soll der Höhenwind zukünftig eingefangen werden - seit mittlerweile elf Jahren arbeiten Entwicklerteams an unterschiedlichsten Konzepten, diese Winde zur Stromproduktion zu verwenden.
Erste Prototypen dieser höheren Windenergie bestehen aus Flugwindanlagen, welche mit einem oder mehreren Seilen mit einer Bodenstation in Verbindung sind und den Strom entweder am Boden oder in der Luft produzieren. Diese Art der Flugwindanlagen sollen durch ihre einfachere Installation und erheblich weniger verbautem Material schätzungsweise etwa 30 Prozent weniger kosten als es eine Windturbine tut.
Nächste Woche soll von der neuen grün-roten Regierung in Baden-Würrtemberg ein neues Landesplanungsgesetz mit Inhalt des Ausbaus der Windenergie auf den Weg gebracht werden. Pro Jahr wird damit die Errichtung von 150 Windenergieanlagen angestrebt.

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Erst im August hatte das baden-würrtembergische Kabinett den grundsätzlichen Ausbau der Windenergie in seinem Bundesland beschlossen, um damit bis 2020 etwa 10% des Strombedarfs zu decken. Das sind hohe Zielsetzungen: im vergangenen Jahr betrug der aus der Windenergie beziehbare Stromanteil kaum einen Prozent.
Das vom Umwelt- und Verkehrsministerium erarbeitete, neue Landesplanungsgesetz sieht nun etwa vor, dass Regionalverbände zukünftig nur noch Vorranggebiet und keine Ausschlussgebiete mehr ausweisen dürfen.
Die Globalisierung in der Frage der regenerativen Energie ist im vollsten Gang - der Marktführer der Windenergie, Gamesa, will in Brasilien einen großen Wachstumsmarkt im Bereich der Windradproduktion erschaffen und von da aus die Lieferung an andere südamerikanische Länder vornehmen.

Gamesa ©flickr.com / GhostnikoN
Die Produktion ihrer neuen 2-Megawatt-Serie mit Rotorendurchmesser von 90 bis 97 Metern hat laut offizieller Bekanntgabe dabei bereits sechs Monate nach Ankündigung einer Fertigungs- und Verkaufsstelle im nordöstlichen Camaçari des Bundesstaates Bahía begonnen. Laut eigenen Aussagen war dies der Beginn, Brasilien in der Mittelfrist zu einem der Kern-Wachstumsmärkte des Produzenten Gamesa zu machen.
Der große Anlagenkonzern der Windenergie, Vestas, hat einen neuen Auftrag aus den USA bekommen. Gleich 112 Windräder gilt es ab dem kommenden Jahr zu bauen.

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Für ein bisher auf unbekannten Boden und unter unbekannten Namen geplantes Windpark-Projekt mit Baubeginn im ersten Halbjahr des kommenden Jahres hat der dänische Windkraftanlagenhersteller Vestas einen 202-Megawatt-Auftrag an Land gezogen. Insgesamt 112 Turbinen des Typs V100-1.8 möchte der Groß(energie)konzern E.on in einem Windpark in Nordamerika verbauen. Dieser Turbinentyp sei, so die Vestas-American-Wind-Technology-Chefin Martha Wyrsch, im speziellen für Gebiete mit wenig Windaufkommen entwickelt worden.
Die WindMW GmbH, ein unter der Kontrolle von Blackstone (NYSE: BX) befindliches Unternehmen hat die Finanzierung des Offshore-Windpark Projekts “Meerwind” abgeschlossen.

Offshore-Windpark ©flickr.com / Jose Navas
Der Offshore-Projekt “Meerwind” versteht sich als der größte deutsche Windpark mit abgeschlossener Finanzierung. Es sind private Investoren, welche den rund 50km von der deutschen Nordseeküste entfernten Windpark stämmen werden.
Der Bau des 80 Turbinen umfassenden Windparks mit einer Leistung von 288MW wird zeitnah beginnen und voraussichtlich bis 2013 abgeschlossen sein.
Die anhaltende und in seinen Auswirkungen weiterhin unabsehbare Katastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung zu einem Umdenken in Sachen Energieversorgung bewegt: weg von der konventionellen Atomkraft soll es auf Dauer hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels regenerativer Energien gehen.
Das nennen die Parteienkrieger unserer Wahl dann Energiewende. Im Zuge dieses Umdenkens gab das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) in einer Pressemitteilung bekannt, dass man die Windenergieforschung mit dem Ziel vorantreiben wolle, den technologischen Vorsprung der deutschen Windindustrie zu halten und weiter auszubauen.
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Vollversorgung nur durch erneuerbare Energien in ganz Deutschland. Was klingt wie Zukunftsmusik, wurde am 23.6. offiziell durch den Forschungs Verbund Erneuerbarer Energien (FVEE) bestätigt. Die Studie wurde an Umweltminister Röttgen weitergeleitet.
Eine Vollversorgung des Energiebedarfs von ganz Deutschland nur durch Wind- Sonnen- und Wasserkraft ist zwar schwer vorstellbar, aber kann in nicht allzu ferner Zeit Realität werden. Ein entscheidendes Kriterium ist hierfür die konstruktive Forschungsarbeit, vor allem von Seiten der Bundesregierung. Der Sprecher des FVEE, Prof. Dr. Vladimir Dyakonov, hat am 23. Juni ein umfassendes Eckpunktepapier an Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen weitergeleitet.
Vollversorgung durch erneuerbare Energie - Bald schon Realität?
Die Forscher des FVEE belegen mit ihrer Studie, das bis zur Mitte des Jahrtausends der Energiebedarf des ganzen weiterlesen »
Die Windkraft scheint angesichts stetig steigender Energiepreise die Antwort auf alle „Energiefragen“ zu sein. Als frei verfügbare natürliche Ressource wird sie gerade von Atomkraftgegnern immer wieder als sauberer Energielieferant ins Gespräch gebracht. Doch ist eine Umstellung auf Windenergie wirklich sinnvoll?
Schon jetzt rangiert Deutschland im Hinblick auf die Nutzung der Windkraft international auf einem der vorderen Plätze. Für die meisten Bundesbürger dürfte dies keine Überraschung sein, gehören doch die Windparks mit ihren weit ausladend rotierenden Windrädern in Norddeutschland und speziell den Küstenregionen der Nord- und Ostsee längst zum landschaftlichen Erscheinungsbild.
Darüber hinaus wird auch die Nutzung der Windkraft in der deutschen Öffentlichkeit gerade in der Debatte um den Atomausstieg als eine alternative Energiequelle zur rohstoffgebundenen Energieerzeugung mit Kohle und Gas diskutiert. weiterlesen »