Können sie sich vorstellen, direkt neben einem Heizkraftwerk zu wohnen? Wer will schon beim morgendlichen Blick aus dem Küchenfenster von einem dieser rauchenden Schlote begrüßt werden. Und dennoch ist dieser Gedanke eine Überlegung wert.
Natürlich spricht niemand davon, an jeder Straßenecke ein Großkraftwerk aus dem Boden zu stampfen, schon gar nicht, wenn in Politik und Medien jeder Kraftwerksneubau heiß diskutiert wird. Doch mit so einem herkömmlichen Kraftwerk verhält es sich wie mit der jüngst von der EU zum Tode verurteilten Glühbirne. Es produziert Unmengen von Wärme und im Gegensatz zu Strom lässt sich diese nur mit großen Verlusten transportieren. Was liegt da näher, als ein Kraftwerk in der Nähe zu haben.
Und genau hier liegt der Ansatzpunkt eines Blockheizkraftwerkes. Dieses modular aufgebaute Kleinkraftwerk zielt darauf, jene erzeugte Wärme direkt an nahe gelegene Abnehmer weiterzugeben. Bei dieser Kraft-Wärme-Kopplung kann ein Gesamtwirkungsgrad von beinahe 90% erreicht werden. Die herkömmliche Glühbirne schafft kaum 5%.
Ökologisch ist dies sehr sinnvoll, da durch die effektivere Nutzung der Brennstoffe im Endeffekt der CO²-Ausstoß gesenkt werden kann. Zudem lassen sich BHKWs problemlos mit Rapsöl, Biodiesel oder Biogas betreiben. Zwar ist dies in Sachen Klimawandel auch nicht unbedingt der Stein der Weisen, aber immerhin ein guter Schritt in die richtige Richtung.