Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Experimentaler Fusionsreaktor “ITER” laut “nature” noch teurer als geplant

Autor: Jonas
abgelegt in: Allgemein

Die Kosten eines der teuersten Forschungsprojekte der Welt werden angeblich noch deutlich steigen. Laut dem britischen Wissenschaftsmagazin „Nature“ könnte das Projekt bis zu 1,6 Milliarden Euro mehr verschlingen als geplant.

Können sich Kosten in dieser Höhe jemals auszahlen? Selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der experimentelle Fusionsreaktor eines Tages Ergebnisse liefern könnte, die zu einer praktisch unerschöpflichen und gleichzeitig ähnlich umweltfreundlichen Energiequelle wie Solarkraft oder Bioenergie führen würden. Die Energieprobleme der Menschheit wären ab diesem Zeitpunkt endgültig gelöst.

Der internationale thermonukleare Experimentalreaktor (ITER: International Thermonuclear Experimental Reactor) soll im südfranzösischen Cadarache entstehen und der Forschung beim Fusionieren zweier Atomkerne zu einem schweren Kern dienen. Bei der so genannten Kernfusion entstehen ungeheure Mengen an Energie, zu besichtigen beispielsweise auf der Sonne.

Eine stolze Summe von 5 Milliarden Euro wird der Bau der Anlage verzehren, die von den sieben gleichberechtigten Partnern EU, Schweiz, USA, Japan, China, Indien und Russland bezahlt wird. Den gleichen Betrag soll der Betrieb für die nächsten 20 Jahre kosten.

Tokamak @ Flickr /bug138

Eigentlich sollte der Reaktor 2016 intakt sein, dieser Termin wurde nun bereits um ein bis drei Jahre nach hinten geschoben. Die Baukosten sollen außerdem um 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro steigen. Grund dafür seien laut „Nature“ „wichtige Änderungen am Design“ sowie „die Koordinierung der Partnerländer“. Erstrebenswert bleibt die Energiegewinnungsutopie aller Wissenschaftler dennoch.

Leider haben die Menschen eine Kernfusion bisher nur militärisch Zustande gebracht. An dieser Stelle sei die Wasserstoffbombe erwähnt, deren größter Ausleger, die russische „Zar“-Wasserstoffbombe, eine Sprengkraft von circa 50 Megatonnen TNT erreicht hat und damit die Hiroshima-Bombe 4.000 Mal hinter sich gelassen hat. Die Mengen an Energie, die sich durch die Kernfusion herstellen lassen würden, sind so vielleicht wenigstens ansatzweise zu erahnen.

Die meisten Experten bezweifeln allerdings, dass die Kernfusion je zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Wenn etwas als aussichtsreich gehandelt wird, dann die Fusion auf Basis des schweren Wasserstoff-Isotops Deuterium. Sobald Deuterium- zu Heliumkernen verschmelzen, wird dabei relativ zur eingesetzten Masse mehrere Millionen Mal mehr Energie frei als bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Sollte eines Tages dieser Traum der Wissenschaft Wahrheit werden, wären die Vorteile für die Energiegewinnung gigantisch: Studien zufolge wären Fusionskraftwerke weitaus weniger gefährlich als heutige Atomkraftwerke und würden praktisch keine strahlenden Abfälle produzieren. In Anbetracht dieser Tatsachen bleibt die Frage, ob uns die Verwirklichung dieser Technik nicht mehr wert sein sollte, als 500 Millionen Euro pro Jahr.


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3 Kommentare to “Experimentaler Fusionsreaktor “ITER” laut “nature” noch teurer als geplant”

  1. Stephan schreibt:

    Fusionreaktoren sind seit mehr als zwanzig Jahren ein Traum, den auszuträumen sich heutzutage einfach niemand mehr traut.

    Dabei sollte man doch realistischerweise sagen: Das wird in diesem Leben einfach nichts mehr.

  2. Bernhard Gugg schreibt:

    Kernfusion ist zu teuer und zu lange warten dauern bis 2050 schaffen als zu spät schön lange Atomkraftwerke ist voll !
    Aber ich geheim zeichnen neue Super - Laserkraftwerke sehr billig, kurz gebaut, ohne strahlen für schaden, sauber, viele Jahre Strom genug und gewinn !

    Kernfusion ist zu groß und zu teuer ! zu lange zeit !!!!!
    ich möchte geheim zeichnen für Neue Super - Laserkraftwerke für sie zeigt ?

    Wenn du will wissen , aber ich will privat zeichen für sie ! Okay ?

    mit freundlichen Grüßen
    Bernhard Gugg ( gehörlos )

  3. Lorna Pattyre schreibt:

    Im Fernseher sah ich heute, dass es eine “kontrollierte Explosion” gab. “11 Arbeiter wurden verletzt” - hmm, da frage ich mich, wie das eine “kontrollierte Explosion” gewesen sein konnte. Ich hoffe das wir aus dieser Katastrophe etwas lernen und das dies das Ende der Kernenergie ist. Der Glaube an die Beherrschbarkeit einer Kettenreaktion ist erschüttert. Wir sehen im Fernsehen zu, wie ein Block nach dem anderen unkontrollierbar wird. Dafür sind unsere Kraftwerke sicher, wenn es keinen terrorischtischen Anschlag gibt - wenn es keinen Luftangriff oder Absturz auf diese Dinger gibt, denn sie sind ja sehr toll aus der Luft zu erkennen und wenn es kein größeres Erdbeben gibt.

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