Bei Gezeitenkraftwerken wird die Bewegung des Wassers durch die Gezeiten ausgenutzt. Schon seit einigen Jahrzehnten sind Gezeitenkraftwerke in Betrieb, die den Tidenhub des Wassers zur Energiegewinnung nutzen.
Unter Tidenhub versteht man die Differenz der Wasserstände bei Ebbe und bei Flut. Durch einen Staudamm, der die Bucht vom offenen Meer abtrennt, wird das Wasser aufgestaut und dadurch die kinetische Energie des Wassers in potentielle Energie umgewandelt. In der Staumauer befinden sich Turbinen, die vom durchströmenden Wasser angetrieben werden. Die dabei entstandene Rotationsenergie wird durch Generatoren in elektrische Energie überführt. Durch drehbare Rotorblätter kann bei Ebbe sowie bei Flut elektrische Energie gewonnen werden. Für solche Kraftwerke eignen sich Buchten mit einem Tidenhub von mindestens 6 Metern.
Das zur Zeit größte existente Kraftwerk dieser Art befindet sich an der französischen Atlantikküste und hat eine Gesamtleistung von 240 MW. Diese Art von Gezeitenkraftwerken kann ich allerdings nicht befürworten, da durch den Staudamm die Wanderung der Wassertiere zwischen Bucht und offenem Meer unterbunden wird. Dies hat negative Auswirkungen auf Flora und Fauna an der Küste und gefährdet auch die Fischerei. Bedeutende Vorteile sind jedoch, dass ist die Energiegewinnung aus Wasserkraft regenerierbar ist und keine Emmission von Kohlenstoffdioxid durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe stattfindet.
Zur Zeit werden freistehende Unterwasserturbinen erforscht, welche die Strömungsenergie des Wassers nutzen wie etwa bei einer Windkraftanlage. Dies sehe ich als zukunftsträchtige und vielversprechende Methode zur Energieerzeugung.
October 3rd, 2011 um 22:27
Hallo Sören,
mich würde mal interessieren, wer, wo die freistehenden Unterwasserturbinen erforscht!
mfg Tilo