Der Windenergieverbund WAB und die Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) kamen in ihrer Analyse über das Potenzial der Offshore-Windkraft für die Wirschaft und den Arbeitsmarkt auf sehr erfreuliche Ergebnisse.

Offshore-Windpark ©flickr.com / Jose Navas
Tritt der prognostizierte Fall der Studie ein, wird sich die Branche aller Vorrausicht nach zu einem echten Jobmotor entwickeln, währenddessen sich die Umsätze vervierfachen werden. So sollen der Offshore-Branche im Jahr 2021 in Deutschland bereits mehr als 33.000 Jobs unterstehen. Vor zwei Jahren waren es noch nur 15.000 Arbeitsplätze. Davon profitieren werden vor allem gerade kleine und mittelgroße Betriebe (KMU) mit etwa 90% der gesamten Wertschöpfung aus der Meereswindnutzung.
Thomas Ull, der Mittelstandsexperte bei PWC, prophezeit für den Mittelstand im Bereich der Projektentwicklung und Zulieferindustrie sowie bei Serivce- und Bauleistungen großes Wachstumspotenzial. Die Ergebnisse sehen eine (gute) Verdopplung der Beschäftigten von 13.000 im Jahr 2010 auf 28.000 im Jahr 2021.
Auch der Partner bei PWC und Leiter des Bereichs Energiewirtschaft sieht in der Entwicklung des Offshore-Sektors einen Jobmotor für Deutschland. Dabei führt er etwa die Gewerbesteuereinnahmen an: sie müssten laut Prognose von derzeit etwa 64 Millionen Euro auf 240 Millionen Euro bis 2021 wachsen. Grundlage der Studie ist die Annahme, dass bis 2021 die Kapazität von 8,7 Gigawatt vor der Küste installiert sein wird.
Von dem Wachstum im Bereich der Windenergie werden aber nicht nur die nördlichen Gefilde profitieren können, sondern die ganze Republik. So würden zum Beispiel Gehäuse, Getriebe und Rotornaben vor allem von Betrieben im Süden angefertigt und dann bei den nördlich ansässigen Turbinenproduzenten zusammengesetzt.