Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Lügen, Falschwerbung und Halbwahrheiten - Meinungsmache in der Ökobranche

Autor: Anne
abgelegt in: Allgemein

Angesichts der Finanzkrise können wir uns einen weiteren Ausbau für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft nicht leisten. Ein vollkommener Umstieg auf erneuerbare Energien wird auch in Zukunft unrealistisch sein. Atomstrom bietet neben Energie aus natürlichen Ressourcen eine gute Alternative zu fossilen Trägern.

Dies sind nur einige wenige Meldungen, die sich immer wieder in einschlägigen Boulevardblättern und ähnlich massentauglichen Medien finden lassen – und reine Meinungsmache sind! Ich könnte mich allein über eines der oben genannten Statements seitenweise darüber auslassen welch ausgemachter Blödsinn dies tatsächlich ist. Aber darum soll es hier nicht gehen. Stattdessen ignorieren wir einmal geflissentlich diese halbgaren Aussagen und beschäftigen uns lieber damit wie man es besser wissen kann.

Braunkohletagebau ©flickr/bk59


In der Energiebranche sind es allen voran die großen Energiekonzerne, die an den noch vorhandenen Mengen fossiler Energien festhalten (und entsprechend an den Mann bringen wollen), welche den erneuerbaren Energien ihre zukünftige Rolle als Hauptenergieträger versuchen abzusagen. Nur um sich dann wiederum selbst aber im allgemeinen Rummel um Klimawandel und CO2 Ausstoß als nachhaltige Alternative hinzustellen. Dabei scheuen sich die Konzerne auch nicht mit offensichtlicher Falschwerbung fast schon selbst zu entlarven. Richtigstellungen solcher Anzeigen finden sich unter anderem im Lügendetektor des Greenpeace Magazins. Besonders dreiste Darstellungen werden auf der letzten Unschlagsseite in „Keinen Anzeigen“ witzig neu aufbereitet. Wie zum Beispiel geschehen bei RWE, welche „VeRWEgen Lügen über ein Kohlekraftwerk, das im Gegensatz zur Vroni (Kalb mit großen Mondaugen) seine CO2-Emissionen auf 35 Mio Tonnen verdoppelt.”

Wer sich gezielt mit Hintergrundinfos zu Thema alternative Rohstoffe und Energie beschäftigen möchte, bietet der Ökotest ein umfassendes Sonderheft. Am Besten wäre natürlich ein direkter Hinweis auf dem Produkt. Hier kämen Zertifikate wie zum Beispiel für Biosprit in der Diskussion zum Tragen. Nicht nur zum Schutz eigener deutscher Naturschutzflächen, welche Spritpflanzen wie Raps geopfert werden würden, sondern vor allem auch über EU Grenzen hinaus wäre ein Zertifikat zum Schutz alter Urwälder ein wichtiges Instrument zur nachhaltigen Förderung.

Eine Vielzahl von Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) hat es sich zur Aufgabe gemacht durch mehr Transparenz und Aufklärung dem Raubbau von Ressourcen aufzuhalten. Dabei schließen sich NROs wie WWF, Bürgerbewegungen und kirchliche Organisationen für gemeinsame Ziele zusammen wie etwa in der Kampagne „Publish what you pay“ (PWPY). Das Konzept ist einfach; Konzerne und Rohstoffhändler müssen sämtliche Zahlungen ihres Betriebes offenlegen. Unabhängige Organisationen hätten dann die Chance zu überprüfen wo für was Gelder geflossen sind. Sie existiert seit 1999 und umfasst mittlerweile rund 300 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen.

Möglichkeiten gibt es also zu genüge sich gegen Verblendungen zu schützen. Das Problem liegt wie bereits deutlich wird im Filtern der Datenflut. Daher mein Tipp; Nicht immer alles sofort glauben, ein weites Spektrum an Medien-Input behalten, durch regen Austausch mit Freunden und Bekannten sich ein breites Bild machen, selber denken und online beraten und belesen lassen  - wie in diesem Blog…


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