Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Mehr Eigenverbrauch von Photovoltaik-Strom

Autor: franfi
abgelegt in: Solarenergie

Schenkt man einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Vertrauen, so ließe sich durch intelligentes Verbraucherverhalten, einer weiteren Förderung der Photovoltaik und den Einsatz intelligenter Speicher der Anteil des Eigenverbrauchs von Solarstrom auf bis zu 96% steigern.

Photovoltaik ©flickr.com / Trebosc
Photovoltaik ©flickr.com / Trebosc

Laut der von Greenpeace Energy in Auftrag gegebene Studie des IÖW (”Effekte von Eigenverbrauch und Netzparität bei der Photovoltaik”) sei es mit wenigen Bedingungen möglich, den Anteil der Eigennutzung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen auf über 90% des benötigten Haushaltstroms zu erhöhen. Derzeit würden in den Haushalten nur etwa 20% des erzeugten Solarstroms selbst verbraucht - und das hat vor allem finanzielle Gründe.

So sei es neben einem durchdachten Nutzerverhalten und finanziellen Anreizen, den Solarstrom lieber selbst zu verbrauchen anstatt ihn ins Netz einzupflegen vor allem nötig, langlebige und preiswerte Speichermöglichkeiten anzubieten.

Im Rahmen der Studie entwickelten die Forscher ein Modell, welches die üblichen Erträge einer Photovoltaikanlage und das durchschnittliche Verbraucherverhalten simulierte, um daraus den wirschaftlichsten Anteil des Eigenverbrauchs der Solarenergie berechnen. Das Modell verdeutlicht, dass der Verbrauch von denen im Haushalt verwendeten Geräten und dem Verbraucherverhalten abhängt. Ohne den Einsatz eines Speichermediums sei es bereits möglich, den Eigenverbrauch von 20% auf 40% zu steigern, indem man etwa Waschmaschinen und Geschirrspüler via Zeitschaltuhr zur Mittagszeit (= höchste Solarstromproduktion) programmiert.
Das Risiko eines Engpasses aber bleibt: an bewölkten Tagen würde die Solaranlage nicht genügend Strom produzieren können, sodass die Geräte dann weiterhin am öffentlichen Netz hängen müssen - zu den Spitzenzeiten würde das Gesamtnetz also weiterhin belastet.

Abhilfe könnte da der Einsatz von Solarspeichern schaffen. Wirtschaftlich attraktiv ist dies durch die hohen Anschaffungskosten der Speicher jedoch noch nicht: bei einer Lebensdauer von 20 Jahren dürfte eine Kilowattstunde Kapazität nicht mehr als 300-400€ kosten. Bei einem Preis eines Lithium-Ionen-Speichers mit derzeit etwa 1000€ pro Kilowattstunde belaufen sich die Kosten allerdings auf einer utopischen Höhe.


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