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Neue Lösungen zur Solarförderung

Autor: franfi
abgelegt in: Solarenergie

Vertreter der Solarbranche und der Bundesumweltminister einigten sich bei einem jüngsten Treffen über mögliche Anpassungen in der Förderung der Photovoltaik.

Photovoltaik ©flickr.com / horstkress
Photovoltaik ©flickr.com / horstkress

Bei einem Treffen vom Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), Vertretern der Solarbranche und dem Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeichnete sich die einvernehmliche Meinung ab, dass eine Reaktion auf den wiederholt sehr hohen Zubau der Photovoltaik im vergangenen Jahr notwendig ist. Um das Vorhaben, den Ausbau der Solarstromversorgung in Deutschland in dem bisherigen Maß beizubehalten, waren die Teilnehmer des Treffens sich ob der Erhaltung der grundsätzlichen Fördermechanismen und der Begrenzung der maximalen Degression auf 24% jährlich einig.

Wie Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer von BSW-Solar, erklärte, sei es wichtig die sich wiederholt am Ende des Jahres zeigenden Peaks und Mitnahmeeffekte zu vermeiden. Mit einer Verstetigung der Förderanpassung ergebe sich der Vorteil von Planungssicherheit bei den Handwerkern und den Herstellern, die dann weniger saisonbedingten Schwankungen ausgesetzt wären und den Zubau auf das ganze Jahr verteilt durchführen könnten.

In dem Gespräch zeichnete sich auch eine grundsätzliche Einigung ob der Feinheiten möglicher Fördermodelle ab. Die Branche selbst ist natürlich daran interessiert, im Idealfall eine monatliche Anpassung der Förderung zu erreichen. Diese Vorstellung traf beim Umweltminister auf offene Ohren, denn er ist genausowenig wie die Solarbranchen an einem grundsätzlichen Deckel für den Solarstromausbau interessiert. Die Idee an sich klingt zwar einfach, dennoch gibt Carsten Körnig zu bedenken, dass dies mit einem verwaltungsschweren Aufwand verbunden ist. Er ist zudem der Meinung, dass ein fixer Deckel die Solarindustrie in Deutschland zerstören würde - genauso, wie es in Spanien nach Einführung eines generellen Zubaudeckels erlebt werden musste. Das Modell des atmenden Deckels habe sich mit Blick auf die Zahlen des letzten Jahres bewährt.

(Quelle)


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1 Kommentar to “Neue Lösungen zur Solarförderung”

  1. Enrico Klaus schreibt:

    Diese ganze Solarförderdebatte ist doch für die Katz. Warum wird in Deutschland nicht dieses unsinnige Fördermodell aufgegeben, bei dem generell eingespeister Strom (egal, wieviel produziert wird) zu einem viel zu hohen Preis vergütet wird, aufgegeben.

    Die Zukunft der Förderung liegt in einer Quotenförderung, wie sie in den USA, in Schweden und in GB praktiziert wird.

    “Zu diesem Zweck wird in einem Quoterage durch den Staat geschaffen, indem Produzenten bzw. Konsumenten von Elektrizität rechtlich in die Pflicht genommen werden, eine vorgegebene Menge Strom aus erneuerbaren Energien zu veräußern bzw. zu erwerben. Das Hauptziel eines Quotenmodells ist es dabei, eine vorher festgelegte Strommenge aus erneuerbaren Energien im Markt zu etablieren. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zur Einspeisevergütung, denn das Quotenmodell ist ein mengenbasiertes Instrument. Durch die Festlegung einer bestimmten Menge erneuerbarer Energien bildet sich ein Preis heraus. Durch die Einspeisevergütung wird hingegen ein Preis (die Vergütung) für den eingespeisten Strom festgelegt.” (vgl. Kai Klischan, Solarförderung durch Einspeisevergütung - www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/153806.html#inside )

    Dieses Modell hätte den Vorteil, dass durch die Förderung anfallende Kosten viel kontrollierbarer wären. Beim gegenwärtigen Solarfördermodell ist eine Kostenexplosion leider nicht auszuschließen. Außerdem könnte bei diesem Quotenmodell eine Wettbewerbssituation entstehen, die den Strompreis auch wieder sinken ließe.

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