Mit einem eigenen Energiekonzept beschloss die niedersächsische Landesregierung am vergangenen Dienstag, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 90% des Stroms aus Erneuerbaren Energien kommen soll.
Das 100seitige Energiekonzept setzt den Schwerpunkt seines Bezugs auf den zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Netzausbau, den noch stärkeren Ausbau an den Erneuerbaren Energien und auf ein noch intensiveres Forschen an Energiespeichern. Mit dieser Hilfe will man in acht Jahren bereits neunzig Prozent der Bruttostroms aus Erneuerbaren Energien erzeugen. Den hauptsächlichen Garanten für dieses Vorhaben sieht man in Niedersachsen sehr eindeutig in der Windenergie - sowohl auf dem Land und auf der See, wie der Ministerpräsident David McAllister betonte.
Schon jetzt ist Niedersachsen nicht zuletzt aufgrund seiner Lage das größte Windland in der Bundesrepublik. Etwa sieben Gigawatt installierte Leistung von insgesamt 28,9 Gigawatt in der BRD kommen von dem norddeutschen Bundesland. Damit liegt es weit vor Brandenburg mit 4,6 GW und Sachsenanhalt (3,6 GW). Wie das deutsche Windenergie-Institut mitteilt, sei allein im letzten Jahr knapp ein halbes von deutschlandweit zwei Gigawatt in Niedersachsen gebaut worden.
Während das für uns nach einem überaus motivierten Vorhaben klingt, zeigt sich die politische Opposition Niedersachsens (SPD, Linke und die Grünen) nicht sonderlich überzeugt von dem Energiekonzept. Für sie sei es der Landesregierung nicht gelungen, “ein Drehbuch für eine erfolgreiche Energiewende in Niedersachsen vorzulegen.” Es bliebe offen und ungeklärt, welcher Akteur zu welchem Zeitpunkt zum Gelingen der Energiewende beitragen müsse, so der SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Stephan Weil. Ihm fehlen die konkreten Ziele für den Ausbau der regenerativen Energien. Zusätzlich beklage er das fehlende finanzielle Engagement.
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