Fertighäuser werden immer beliebter. Das liegt an den niedrigen Herstellungskosten für ein Fertighaus und dem oft geringeren Aufwand im Ablauf der Bürokratie. Aber sind Fertighäuser auch ökologisch sinnvoller als die Massivhaus-Variante?
Das größte Öko-Problem von Fertighäusern dürfte die oft mangelhafte Wärmedämmung sein. Um den niedrigen Preis zu halten, wird bei Fertighäusern selten ein richtig guter Dämmstoff verwendet, so bildet sich im Sommer gerade in den höheren Etagen die typisch stickige “Fertighausluft”. Das ist heutzutage nicht mehr zwingend der Fall, aber es ist ein wichtiges Kriterium - genügt das Fertighaus diesem nicht, ist es als “ökologisches Gebäude” eindeutig durchgefallen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der verwendete Baustoff. Nur wenn dieser aus wiederverwertbaren und leicht zu entsorgenden Materialen besteht, kann man von einem ökologischen Haus sprechen. Da Öko-Baustoff meistens teurer ist, liegt der Schluss nahe, dass auch hier die meisten Fertighäuser nicht wirklich überzeugen können.
Das Massivhaus ist also ökologischer? Nicht unbedingt. Schließlich ist Fertighaus nicht gleich Fertighaus. Es gibt Firmen, die sich darauf konzentrieren, speziell auf ökologische Verträglichkeit zugeschnittene Fertighäuser zu entwerfen. Diese halten alle Standards ein und dürften so manches Massivhaus in den Schatten stellen, was Energieverbrauch und -effizienz angeht.
Bei einem Massivhaus ist der Vorteil sicherlich der, dass man selbst alles genau planen kann, ob zusammen mit dem Architekten oder alleine. Mittlerweile exisiteren jedoch auch Fertighäuser, bei denen die Planung Richtung Ökologischem Bauen bereits vorgenommen wurde und deren Angebot bei niedrigem Preis bestechend umweltfreundlich daherkommt.
July 23rd, 2008 um 07:46
Auch wenn man sich bei der Errichtung nicht damit beschäftigt. Ein Fertighaus abzureissen und zu entsorgen kostet soviel wie ein Fertighaus zu errichten. So wurde es mir einmal gesagt. Das sollte einem zu denken geben. Ich hab mich jedenfalls für ein Massivhaus entschieden.
May 6th, 2009 um 03:11
ich denke nicht, dass man beim auf eines hauses den preis für den abriss mit einkalkulieren muss, oder? klar, kann es immer mal vorkommen, dass ein abriss sein muss. aber die regel ist das doch auch bei fertighäusern nicht.