Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Eine aus Franzosen und Deutschen zusammengeschlossene Initiative will das Megaprojekt Desertec nun voranbringen. Am Donnerstag wurden dafür die Papiere in der belgischen Hauptstadt Brüssel unterzeichnet.

Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal, ©flickr by langalex
Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal ©flickr.com / langalex

Als das Mammutprojekt Desertec gestartet wurde, setzten sich die Initiatoren hochgesteckte Ziele: bis 2050 sollten etwa 15% des Gesamtstrombedarfs in Europa aus Solarkraftwerken im Mittelmeerraum und unter anderem der Sahara in Nordafrika bezogen werden. Der Großteil des Stromes allerdings sollte vor Ort verbraucht werden und so Nutzwert für die Stromproduzenten bilden.
Die beiden Geschäftsführer von Dii und Medgrid, Paul van Son und André Merlin, signierten am vergangenen Donnerstag unter den Augen des EU-Energiekommissars Günther Öttinger einen Kooperationsvertrag über das Ökostromprojekt.

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Ginge es nach Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, schwenkt Deutschland bald wieder auf den diktierten Kurs der Strommonopolisten ein.

In einem sich entwickelnden politischen Streitgespräch zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium nahmen die Teilnehmer Stellung und machten ihre Positionen klar. Während Philipp Rösler (FDP) im Begriff ist, zumindest verbal dem vorgeschlagenen Kurs der großen Stromkonzerne zuzustimmen und damit geradewegs auf den von ihnen geforderten “absoluten Deckel” zugeht, argumentiert das BMU mit harten Fakten und der Ablehnung des Deckels, der zu einem Abbruch der Solarförderung führen würde.

Bundesumweltministerium
© Bundesumweltministerium

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In Zeitschrift des Hochschulinformationsbüros der IG Metall, namentlich “Die Schnittstelle” genannt, gibt Viktor Wesslak eine vielversprechende Aussicht auf die Arbeitsmarktsituation im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Deutschland wird grün ©flickr.com / Greenpeace Hannover
Deutschland wird grün ©flickr.com / Greenpeace Hannover

So führt der Professor für Regenerative Energien an der thüringer Fachhochschule in Nordhausen die aktuelle positive Arbeitsmarktsituation auf den Boom im Bereich der regenerativen Energien zurück: in dem Sektor der Energieanlagen etwa würden zehntausende Jobs entstehen. Weiter führte er aus, dass die Anzahl der Beschäftigten im Bereich der Erneuerbaren Energien im Vergleich zu jenen in den Bereichen des Kohlebergbaus und der Nuklearindustrie stark zunimmt und die Energiewende letzlich sogar zu einem Zugewinn an Arbeitsplätzen führen würde.

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Erneut erzielte der sich auf dem Forschungsgelände in Jaulín bei Zaragoza befindliche Prototyp von Gamesas neuer Windturbine G128-4.5 MW einen neuen Leistungsrekord.

Gamesa ©flickr.com / GhostnikoN
Gamesa ©flickr.com / GhostnikoN

Am 7. November gelang es der Turbine bei einer Betriebsbereitschaft von 100%, satte 97,34 Megawattstunden binnen eines Tages zu produzieren. Dies setzt die Reihe der Rekordleistungen in diesem Jahr fort: bereits am 1. Juni gelang dem Prototyp von Gamesa innerhalb von 24 Stunden eine Stromproduktion von 98,26 Megawattstunden - und das bei Dauerlast möglichen 108 MWh. Bei einer Verfügbarkeit von durchschnittlich über 97% konnte die Turbine seit Jahresbeginn bereits mehr als sechs Gigawattstunden in das spanische Netz einspeisen.

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Das Zentrum für Windenergieforschung For Wind und die Windenergie-Agentur richten als Großakteure der Windbranche den ersten Studiengang im Bereich der Offshore-Windenergie ein.

Hörsaal ©flickr.com / this.is.seba
Hörsaal ©flickr.com / this.is.seba

Im Herbst nächsten Jahres wird das erste tiefergehende Studium der Offshore-Windenergie gestartet. Maßgeblich daran beteiligt sind das Zentrum für Windforschung der Universitäten Hannover, Oldenburg und Bremen sowie die WAB (Windenergie-Agentur). Das neunmonatige, berufsbegleitende Studium ist der erste Aufbau-Studiengang, welcher sich explizit mit der Planung und dem Betrieb von auf hoher See gelegenen Windanlagen beschäftigt. Qualifiziert für das Studium sind sowohl Fachkräfte aus der Wind- und der maritimen Branche als auch aus dem Bereich des Flugzeug-, Automobil- und Maschinenbaus.

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Bis zum Jahr 2025 will Belgien komplett aus der Atomkraft ausgestiegen sein. Um dies zu erreichen, sollen in vier Jahren bereits die ersten Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Währenddessen darf sich die deutsche Bundesregierung bereits mit der Schadenersatzklage eines Großkonzerns auseinandersetzen.

Atomkraft? Nein Danke! ©flickr.com / Markus Lüske
Atomkraft? Nein Danke! ©flickr.com / Markus Lüske

Die Fragen im Bereich der Energieversorgung gehören sicher nicht zu den unwichtigsten in der Politik. Dass man für eine Übereinkunft in deren Beantwortung jedoch nicht mal eine funktionsfähige Regierung braucht, zeigten nun die Belgier. Bei ihnen wurde zwar selbst 16 Monate nach der letzten Parlamentswahl noch keine Regierung gebildet, allerdings zeigte man sich in der Atomkraft-Frage bereits sehr eindeutig: ab 2015 soll schrittweise aus der Atomenergie ausgestiegen werden.

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Der Energiekonzern Eon Climate & Renewables GmbH orderte in dieser Woche 89 Windkraftanlagen der Drei-Megawatt-Klasse beim dänischen Windradunternehmen Vestas.

Eon ©flickr.com / enteco
Eon ©flickr.com / enteco

Zwischen den Jahren 2013 und 2014 ist die Installation von insgesamt 267 Megawatt (MW) Leistung für Windparks in Schweden und Großbritannien geplant. Eingesetzt werden sollen hierfür die V112-Turbinen von Vestas, das, so die Unternehmenssprecherin Rikke Tikjøb Christiansen, auf Wunsch des Auftragsgebers Eon zur Zeit noch nicht preisgeben will, um welche Zielprojekte es sich schließlich handelt.

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Auf der ersten Solar Investment Summit - Middle East in Dubai wird deutlich, dass sich in den beteiligten Ländern in den nächsten Jahren im Bereich der Solarenergie einiges rascher als zuvor entwickeln wird.

Solarenergie im Nahen Osten ©flickr.com / Dave Malkoff
Solarenergie im Nahen Osten ©flickr.com / Dave Malkoff

Wie aus der Eröffnungsrede von Salem Al Shair, dem Vertreter des E-Governments der Vereinigten Arabischen Emirate, hervorgeht, würden sich die Länder des Nahen Ostens zu großen Märkten für die Solarbranche entwickeln. Die bisher auf den Export und die Förderung von Erdöl und Erdgas versteiften Staaten werden sich in Zukunft immer mehr der Stromerzeugung durch Solarenergie widmen.

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Wie die Bundesnetzagentur gestern bekannt gab, wird die Vergütung von Solarstromeinspeisung ab dem nächsten Jahr um 15% sinken. Dennoch hält der Branchenverband an der Energie fest und hält Photovoltaik-Module auch weiterhin für lohnend.

Photovoltaik ©flickr.com / horstkress
Photovoltaik ©flickr.com / horstkress

Schlechte Nachrichten für alle Solarstromeinspeiser: ab dem 1. Januar 2012 wird die Vergütung für die Einspeisung aus Photovoltaik-Anlagen um weitere 15% sinken. Anlagenbetreiber erhalten somit nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) zwischen 17,94 und 24,43 Cent pro ins Netz eingespeiste Kilowattstunde. Wie die Bundesnetzagentur bekannt gab, wird wird die Vergütungshöhe je nach Größe und Standort der betriebenen Photovoltaik-Anlage bemessen.

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Es gleicht einer Herausforderung an die konventionelle Windenergie-Branche: ein langsam und leise drehender Windturm will deutlich mehr Energie erzeugen und zeichnet sich zudem noch durch eine kostengünstigere Anschaffung als das herkömmliche Windrad aus. Und wer hat’s erfunden?

Windturm ©Agile Wind Power AG
Windturm ©Agile Wind Power AG

Ursprünglich entstand die Idee für den Windturm ganz unverfänglich im Garten: ein Kinderkarussel sollte mit Hilfe von Windenergie angetrieben werden. Doch nach der erfolgreichen Umsetzung war der Wille nach mehr entfacht und so machten sich der CEO Patrick Richter und der Ingenieur Karl Bahnmüller daran, das Konzept und die Technik des einstigen Karussels weiterzuentwickeln. Nach rund 15.000 Arbeitsstunden und vielen Tests im Windkanal befindet sich der erste Prototyp in der Produktion - die Serienreife soll voraussichtlich Mitte 2014 erreicht werden.

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