Am Sonntag begann die diesjährige World Solar Challenge in Australien. Auf einer 3000km langen Rallye durch Australien kämpfen die Teilnehmer um die Bestplätze - auch eine deutsche Mannschaft ist dabei: das Team der Hochschule Bochum hatte sich qualifiziert.

World Solar Challenge ©flickr.com / Nuon Solar Team
Von der Stadt Darwin im Norden Australiens machten sich die 37 Teams mit ihren Solar-Autos am vergangenen Wochenende auf den Weg zum 3000km entfernten Adelaide im Süden des Kontinents, dem Ziel der World Solar Challenge in diesem Jahr. Nachdem die Teams an einem Briefing über die gesamte Veranstaltung teilnahmen und ihre Elektroautos einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurden, konnte der Startschuss fallen.
Ein neues, von der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlichtes Internetportal gibt allen Interessierten aus Wissenschaft, Journalistik, Politik und dem normalen Leben Auskunft über aktuelle Studien und Forschungsberichte.
Mit der Absicht, für mehr Orientierung im Dokumenten-Dschungel der Thematik der Erneuerbaren Energien zu sorgen, kreierte die Agentur für Erneuerbare Energien den Studienradar Erneuerbare Energien. Sie bietet Journalisten, Wissenschaftlern, Politikern sowie interessierten Bürgern einen Überblick über Gutachten, Analysen und Forschungsberichte zum Themenkomplex der Erneuerbaren Energien.
Wie aus einer Analyse von IMS Research hervorgeht, erfahren die Gewinne in der Solarbranche in diesem Jahr einen deutlichen Einbruch. Die besten Zahlen schreiben noch die Modulhersteller - und auch im nächsten Jahr wird es voraussichtlich nicht besser.

Solarenergie ©flickr.com / Dachdecker-Dachbaumeister
Wie das britische Marktforschungsunternehmen IMS Research ermittelte, werden die Gewinne der Photovoltaikhersteller im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 70% sinken. Betrachtet wurden bei der Untersuchung die Branchenzweige Polysilizium, Wafer, Solarzellen und Wechselrichter. Der schon länger spürbare Preisverfall habe etwa zur Folge, dass die Bruttogewinne in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 um 17% auf 12,4% sinken werden.
Die Windmesse Husum gibt es nur noch bis 2012, danach wird die Messe für Windenergie nach Hamburg ziehen. Die Entscheidung des Branchenverbands trifft jedoch auf deutlich mehr Kritik als angenommen.
Dass der Windmesse in Husum nun ein Verfallsdatum aufgedrückt wurde, bedauern nicht nur die Veranstalter vor Ort. Die Stimmung zwischen den Verantwortlichen in Hamburg und in Schleswig-Holstein ist angespannt, denn das nördlichste deutsche Bundesland sieht seine Position als Standort für die Entwicklung von Zukunftstechnologien gefährdet.
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Auf dem Gries, einem 2465m hohen Gipfel in den Schweizer Alpen, wurde letzte Woche eine Enercon-Turbine E-70 installiert, welche bereits Anfang 2012 ans Netz gehen soll.

Windenergie ©flickr.com / brunoremix
Es ist die höchste Windkraftanlage in Europa, welche derzeit in den Schweizer Alpen gebaut wird. Nach Ablauf einer mehrmonatigen Einstell- und Testphase lässt sich in dieser Höhenlage vermutlich eine Energie von drei Gigawattstunden im Jahr produzieren, welche den Verbrauch von etwa 800 Haushalten stillen könnte. Entwickelt wird dieses Projekt von der Swisswind Development aus Grimisuat im Wallis. Diese hatte sich für die Entwicklung und Finanzierung mit den beiden Energieversorgern EnAlpin und Services Industriels de Genève zur Grieswind AG zusammengeschlossen. Auch die vom Bau betroffene Gemeinde Obergoms wird am Projekt beteiligt und profitiert von den wirtschaftlichen Gewinnen.
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Noch Anfang des Jahres wurde Hamburg von vier Kernkraftwerken versorgt - seit dem Abschalten der Kraftwerken im Rahmen der Energiewende ist davon nur noch eines übrig - droht der Hansestadt ein Energieengpass?

Hamburg ©flickr.com / LuxTonnerre
Jüngst warnte der Industrieverband Hamburg (IVH) davor, dass es mit der jährlichen Revision des Kernkraftwerkes Brokdorf in Hamburg zu Stromausfällen kommen könnte. Würde Brokdorf als Hauptstromlieferant der Stadt ausfallen, könnte es laut Aussagen des IVH zu einer Unterspannung (”Brownout”) kommen, welche eine vorrübergehende aber starke Reduzierung der Versorgungsspannung zur Folge hätte. Möglicherweise würde sich diese Unterversorgung zunächst in einem Ausfall der Ampelanlagen in der verkehrsreichen Stadt auswirken.
Die starken Winde in über 200m Höhe sind durch ihre Kräfte überaus verlockend für die Stromproduktion. Aus diesem Grund arbeiten Entwicklerteams seit Jahren an Anlagen, um diese Winde einzufangen. Eine Marktstudie kommentierte nun die verschiedenen Systeme und prüfte sie auf ihre Markttauglichkeit.

Höhenwinde nutzen? ©flickr.com / drkaup
Mit Drachen, Fallschirmen, Zeppelinen, Gleitsegel und anderen Flugobjekten soll der Höhenwind zukünftig eingefangen werden - seit mittlerweile elf Jahren arbeiten Entwicklerteams an unterschiedlichsten Konzepten, diese Winde zur Stromproduktion zu verwenden.
Erste Prototypen dieser höheren Windenergie bestehen aus Flugwindanlagen, welche mit einem oder mehreren Seilen mit einer Bodenstation in Verbindung sind und den Strom entweder am Boden oder in der Luft produzieren. Diese Art der Flugwindanlagen sollen durch ihre einfachere Installation und erheblich weniger verbautem Material schätzungsweise etwa 30 Prozent weniger kosten als es eine Windturbine tut.
Wie eine Marktstatistik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) zeigt, gehört der Boom für Heizungssysteme auf Grundlage erneuerbarer Energien bereits der Vergangenheit an.
Gemäß der Interpretation der von über 200 hochrangigen Vertretern aus Politik, Industrie und Wissenschaft vorgestellten Marktstatistik seien für die Stagnation im energetischen Modernisierungsprozess des Wärmemarktes vor allem schwankende Energiepreise, eine zu starke Konzentration der Energiepolitik auf die Stromthematik und unregelmäßige Förderungen in diesem Bereich verantwortlich. Aus diesem Grund forderte der BDH-Präsident einen entsprechenden umweltpolitischen Kurswechsel, welcher etwa die Ausweitung der Förderpolitik auf die Steuerabschreibung für energetische Modernisierungen zur Konsequenz habe.
Nächste Woche soll von der neuen grün-roten Regierung in Baden-Würrtemberg ein neues Landesplanungsgesetz mit Inhalt des Ausbaus der Windenergie auf den Weg gebracht werden. Pro Jahr wird damit die Errichtung von 150 Windenergieanlagen angestrebt.

Windenergie ©flickr.com / realer2k
Erst im August hatte das baden-würrtembergische Kabinett den grundsätzlichen Ausbau der Windenergie in seinem Bundesland beschlossen, um damit bis 2020 etwa 10% des Strombedarfs zu decken. Das sind hohe Zielsetzungen: im vergangenen Jahr betrug der aus der Windenergie beziehbare Stromanteil kaum einen Prozent.
Das vom Umwelt- und Verkehrsministerium erarbeitete, neue Landesplanungsgesetz sieht nun etwa vor, dass Regionalverbände zukünftig nur noch Vorranggebiet und keine Ausschlussgebiete mehr ausweisen dürfen.
Aufgrund eines Umweltskandals haben Behörden eine Fabrikanlage vom Solarzellen- und Modul-Produzenten Jinko Solar im östlichen China geschlossen.

Solaranlage mit Modulen von Jinko Solar ©flickr.com / PresseBox.de flickr
Weil ihnen eine schwere Umweltverschmutzung vorgeworfen wird, musste eine Produktionsstätte eines Tochterunternehmens vom Solarzellen-Hersteller Jinko Solar auf Behördenanordnung geschlossen werden. Laut den Informationen der zuständigen Stadtverwaltung Haining gingen der Schließung heftige Proteste und Auseinandersetzungen mit der ansässigen Polizei voraus. Die Bürger werfen dem Konzern vor, für die Vergiftung eines naheliegenden Flusses verantwortlich zu sein.