Lange hat es gedauert, aber nun ist das Saarland nicht länger das einsame Schlusslicht in Sachen Biogasanlagen: das erste Biomethan-Kraftwerk ging an das Netz.

Biomethan-Anlage ©flickr.com / PresseBox.de flickr
Unter dem Betreiber der Merzig GmbH und seinen Gesellschaftern, welche sich aus der E.on Bioerdgas GmbH, Enovos Deutschland (ein Energieversorger aus Saarbrücken) und den Stadtwerken Merzig zusammensetzen, wurde die Anlage in Betrieb genommen. Verantwortlich für den Bau der Biogasanlage zeigte sich die Agraferm Technologies AG, während die im Kraftwerk installierte Technik zur Aufbereitung von Haase Energietechnik geliefert wurde.
Die Anlage wird mit nachwachsenden Rohstoffen befeuert und produziert so 550 Normkubikmeter Biomethan in der Stunde. Nach Angaben des Betreibers sollen etwa 60% des produzierten Biomethans in der Region verbleiben.
Auch eine zweite Anlage für das Saarland sei schon in Sicht: die Biomethan-Anlage soll bereits 2012 in Bliestal an das Netz gehen. Laut der Deutschen Energie-Agentur (Dena) wird sie ca. 350 Normkubikmeter pro Stunde erzeugen können. Außerdem seien zur Zeit in Deutschland rund 60 Biogasanlagen in Betrieb, bis Ende 2011 jedoch wird sich die Anzahl bereits auf etwa 100 erhöhen. Sobald die Anlage in Bliestal produktionsbereit ist, bildet sich der geografische Nachbar Rheinland-Pfalz mit nur einer Biogasanlage zum neuen Schlusslicht in Sachen Biomethan-Anlagen heraus.
Der Schwerpunkt der Biomethanproduktion liegt indes im Norden von Deutschland: die meisten Anlagen sind in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zu finden.