Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Sonnenenergie: Zu recht subventioniert?

Autor: Sören
abgelegt in: Solarenergie

In Zeiten einer drohenden Klimakatastrophe muss über erneuerbare Energien als Ersatz für umweltschädliche Kohlekraftwerke nachgedacht werden. Jedenfalls wenn man nicht auf Atomreaktoren ausweichen will, die hochgiftigen, radioaktiven Müll für Jahrtausende liefern und zudem trotz aller gegenteiligen Beteuerungen ein Restrisiko beinhalten.
Daher macht es Sinn, alternative Formen der Energiegewinnung intensiv zu erforschen und deren Einsatz zu fördern. jedenfalls gilt dies z.B. für aus Wind- und Wasserkraft gewonnene Energie. Nicht so uneingeschränkt zu befürworten ist jedoch die Solarenergiegewinnung und deren momentan massive steuerliche Förderung. Zum einen kommen bei der Herstellung von Solarzellen zum Teil schädliche Stoffe zum Einsatz, z.B. Cadmium und Arsen, was ein Problem sowohl bei der Produktion als auch bei der Entsorgung von Altzellen darstellt.

Solarzellen © flickr.com / Schwarzerkater

Zudem ist die Solarenergiegewinnung nach Ansicht vieler Forscher unwirtschaftlich, da die hohen Produktionskosten in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen. Da jedoch in Deutschland der Verkaufspreis für Solarstrom hoch subventioniert ist – auf Kosten der Steuerzahler – boomt der Markt hierzulande; auch ausländische Fimen exportieren nur zu gerne Photovoltaiktechnologie nach Deutschland.
Noch ein weiteres Problem ist mit Solarenergie verbunden: Nachts gibt es gar keine Sonneneinstrahlung; tagsüber auch nicht durchgehend; daher kann kein konventionelles Kraftwerk durch Sonnenenergie ersetzt werden.
Möglicherweise können Solarzellen, technisch perfektioniert, in sonnigeren Regionen der Welt irgendwann wirtschaftlich konkurrenzfähig eingesetzt werden. Für Deutschland ist dies in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, und daher ist die massive Subventionierung auch nicht gerechtfertigt.Similar Posts:

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6 Kommentare to “Sonnenenergie: Zu recht subventioniert?”

  1. Peter Rusche schreibt:

    Eine gute Analyse!
    Die mündigen Bürger müssen sich viel stärker gegen sinnlose und dauerhaft unwirtschschaftliche Subventionen wehren.
    Photovaltaik ist eine hohe Subvention von durchschnittlich 4 Mrd. € p.a., um ein Prozent des Strombedarfs zu erzeugen. Profitieren tut der Mittelstand und die Oberschicht, die entweder Eigentum (um Photovaltaik auf dem Dach zu installieren) und /oder das nötige Kapital besitzt, um in Photovoltaik mit garantiertem Gewinn zu investieren. Finanziert wird diese Subvention durch alle Stromabnehmer also vor allem auch durch die hohe Zahl der Klein-/Geringverdiener sowie Rentner. Es handelt sich damit um eine klassische Umverteilung von unten nach oben, die durch die entsprechende Industrie mit tatkräftiger Unterstützung der Politik (vor allem der Grünen) mit den Argumenten des Klimaschutzes, des Einsatzes von erneuerbaren Energie sowie Schaffung von Arbeitsplätzen sehr erfolgreich unkenntlich gemacht wird.
    Der wirtschaftliche Einsatz von Photovoltaik in Deutschland wird ohne Subvention (errechnet vom RWI mit 135 Mrd. bis 2035) niemals realisiert werden. Warum lassen wir also es uns gefallen, so über den Tisch gezogen werden.

  2. kipper schreibt:

    Ist euch denn nicht bekannt, dass das RWI der verlängerte Arm der fossilen Energiewirtschaft ist und dazu dient, deren Propaganda zu “verwissenschaftlichen”. So wird mal über die angeblich unwirtschaftliche subventionierte Solarenergie gewettert, mal über die Landschaftsverschandelung und bedrohung der Vögel durch Windkraftanlagen und mal über die Hunger verursachenden Biorohstoffe. Das sind alles Probleme, die es in Griff zu kriegen gilt, aber man muss doch in der Lage sein, die Probleme zu gewichten. Und da steht nun mal fest, dass die Probleme die uns die Atomenergie bringt (Jahrtausende lang strahlender Müll, Terrorgefahr und Unfall(rest-)risiko) sowie die fossile Energiewirschaft (Klimawandel, Ressourcenverknappung,Vertielungskämpfe…)viel gravierender sind und deshalb für das Überleben der menschlichen Zivilisation ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien dringend angesagt ist. Und dazu braucht es den Mix aus allen regenerativen Energiequellen, um eine stabile Versorgung sicherzustellen. Dabei kann auch die Solarenergie einen wichtigen Beitrag leisten. Da die Sonne nachts nicht scheint, ist die Solarenergie nicht grundlastfähig, kann also nicht direkt ein Kraftwerk ersetzen. Aber wenn die Sonne scheint, wird auch am meisten Strom verbraucht, somit ist der Solarstrom spitzenlastfähig und ersetzt die Kraftwerke, die für diese Spitzenlast hochgefahren werden. Das Verhältnis zwischen aufgewendeter Energie bei der Produktion und der Energie, die die Solaranlage liefert wird immer besser und viele Hersteller nehmen kaputte Mudule zurück und recyclen sie. Andere Hersteller sind noch nicht soweit, da sie neu auf dem Markt sind, die Solarzellen aber mindestens 30 Jahre arbeiten. Die Förderung durch das erneuerbare Energien Gesetz (EEG)dient der Markteinführung dieser relativ neuen Technologien und wird auf die Stromkunden umgelegt und schlägt mit ca 2ct. je KWh zu buche (kann man durch Stromsparen kompensieren). Sonst hätten die Stromkonzerne eine verbindliche Einspeiseregelung nie zugelassen und diese Technologien vom Netz ferngehalten. Die Profitinteressen der Stromwirtschaft sind bei der Preisbildung viel entscheidender. Deshalb können die Ökostromanbieter (EWS, Greenpeace Energy und Naturstrom AG)ihren Strom trotz höherer Investitionskosten fast zum gleichen Preis anbieten.
    Übrigens sind die Preise für Solarmodule in den letzten monaten um ca 15% gesunken und weitere Preissenkungen werden angekündigt. Auch die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt jährlich, während sich die fossilen Energieträger tendenziell weiter verteuern werden. Für ländliche netzferne Siedlungen in Entwicklungsländern ist eine Solarstromversorgung mit Solar Home Systems oft die einzige Alternative zu Dieselgeneratoren. für die Menschen dort sind sinkende Preise für Solarstromanlagen ein Segen, diese können sich aber nur auf großen Märkten wie Deutschland bilden, auch deshalb ist das deutsche Marktanreizprogramm auch wichtig. Warum regen sich die “Subventionskritiker” nicht über die Milliardensubvenionen in Atom- und fossilen Großkraftwerke auf, da kämen weit größere Summen zum Vorschein. Und zu guterletzt noch zu dem Mittelstand und den neuen Arbeitsplätzen in der erneuerbaren Energiebranche und im Installateurshandwerk: was ist dagegen einzuwenden? Und eine klassische Umverteilung von unten nach oben ist das eben nicht, da oben nicht der Mittelstand sitzt, sondern die Oberschicht, die von der Atom-/ÖL-/Strom-/Militär- und Autoindustrie profitiert und krampfhaft an den Zuständen festhält und dafür mit perfider Propaganda die erneuerbaren Energieträger kleinredet und sich selber als vernünftige Energieexperten hinstellt. Und ihr fallt daruf rein.
    Ich zähl mich nicht gerade zur Mittelschicht, hab ne ganze Weile von Sozialhilfe gelebt, aber als ich 3 jahre ne Stelle hatte, hab ich 3000 Euro zusammengespart und mit einem Freund gemeinsam in eine kleine Solaranlage auf dem Dach von unserm Genossenschaftshaus investiert und seither freu ich mich über post von vattenfall, denn sie schicken mir Geld. Den Strom für den eigenen Bedarf erzeugen wir im Keller mit einem Blockheizkraftwerk, das auch Wärme liefert.
    So lebt sichs auch mit nem schmalen Taler recht angenehm.

  3. Solaranlagen, Photovoltaik – lohnt sich das? > Allgemein > Nitodoma | Weblog schreibt:

    [...] Grund ist klar, der Staat subventioniert Solarstrom extrem, so bekommen Inhaber solcher Photovoltaik-Anlagen das doppelte vergütet von den örtlichen [...]

  4. Zukunft der Energie – Ausstellung: „Energie = Arbeit“ in Berlin | Alternative Energie schreibt:

    [...] oder in Atomkraftwerken, werden auch alternative Energien wie Wasserkraft, Windenergie und Solarenergie besprochen. Aber auch abstrakter Fragestellungen spielen in der Ausstellung eine Rolle: Wieviel [...]

  5. Zur Kürzung der Solarförderung » Adrians Blog schreibt:

    [...] „…Nicht so uneingeschränkt zu befürworten ist jedoch die Solarenergiegewinnung und deren momentan massive steuerliche Förderung. … …Möglicherweise können Solarzellen, technisch perfektioniert, in sonnigeren Regionen der Welt irgendwann wirtschaftlich konkurrenzfähig eingesetzt werden. Für Deutschland ist dies in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, und daher ist die massive Subventionierung auch nicht gerechtfertigt. …“ http://www.native-energie.de/sonnenenergie-zu-recht-subventioniert/ [...]

  6. Joachim Datko schreibt:

    Fragen und Diskussion zur massiven Photovoltaik-Subvention auch unter:

    http://www.monopole.de/energie-allgemein/

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph
    Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
    http://www.monopole.de

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