Alternative Energie

Fossile Energie war gestern
 


Hallenbad als Passivbau mit Biogas

Autor: franfi
abgelegt in: Allgemein

Es ist das erste Hallenbad in Deutschland, welches in der Technologie eines Passivbaus in Betrieb genommen wurde. Auch der weitere Wärmebedarf wird ressourcenfreundlich gedeckt: das Hallenbad nutzt die Abwärme aus Biogas.

Hallenbad ©flickr.com / Gemeinde Ispringen
Hallenbad ©flickr.com / Gemeinde Ispringen

Im Jahr 2006 entschied die Stadt Lünen in Westfalen die Neuordnung ihrer Bäder in einem Ratsbeschluss. Dabei sollten nicht etwa die zum Teil in den 50er Jahren erbauten Bäder grundsaniert werden werden. Man beschloss einen Bau in Form eines neuen Hallenbads, welches die (Schwimm-)Flächenkapazitäten aller vier vereinigen sollte. Ohne Grundstücks- und Erschließungskosten kostete der Neubau im Passivhausstandard 11,5 Millionen Euro und ist damit das erste Hallenbad, das in der Passivhaustechnologie erbaut wurde.

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Alternative Energien als Mittel gegen den Klimawandel und Verknappung fossiler Ressourcen. Energie sparen und Effiziens steigern. Global denken, lokal handeln. Sind solche Konzepte für den einzelnen Bürger zu fassen und darüber hinaus gar umzusetzen? Ja, in Transition Towns!

Während Politik und Wirtschaft angesichts solch weitreichender Probleme in Diskussionen oder bestenfalls Bekundungen verharren, hat es sich eine kleine Gemeinschaft in Großbrittanien zur Aufgabe gemacht den Schritt vom Umdenken zum Handeln selbst in die Hand zu nehmen. In den  letzten 3 Jahren sind dort in Kommunen und Regionen Graswurzelbewegungen entstanden, welche es sich als Ziel gesetzt haben mehr Unabhängigkeit von Ölförderungen und Verkleinerung ihres ökologischen Fußabdrucks durchzusetzen. Mit Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg schloss sich 2008
auch erstmals eine deutsche Gruppe der globalen Bewegung an.
TransitionTown_BerlinFriedrichshainKreuzberg
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Das Eigenheim verbraucht Energie - viel Energie, wie jeder weiß. Doch das ist neu: Das Haus das Energie produziert - und zwar mehr als man selbst verbrauchen kann.

Energiegewinnhaus - das klingt sehr zukunftsorientiert in Zeiten steigender Energiepreise und nachlassender Rohstoffe. Das dachte sich vermutlich auch das Unternehmen ecoMANDAT. Diese hat in Köln-Widdersdorf ein Projekt mit Energiegewinnhäusern begonnen.

Wohnzimmer © Flickr /hdx.rm
Im Wohnzimmer ist es warm und man macht sich keine Gedanken um Energie…

Das Projekt mit dieser Technik umfasst zwölf Häuser, die mehr Energie bereitstellen als durch Heizung und Warmwasser verbraucht werden - und das um das fünffache.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen unterstützt den Bau von Häusern, mit denen man Energie sparen oder wie hier Energie dazu gewinnen kann. Dieser Zuschuss beträgt maximal 112.000 Euro. Darüberhinaus bekommt man einen Klima-Bonus, der als nicht verzinster Kredit ausgezahlt wird.

Bei der KfW Staatsbank, die eine Anstalt öffentlichen Rechts ist,  kann man zusätzlich 50.000 Euro als Baudarlehen beantragen. Dieses Geld ist nicht regulär verzinst. Die Zinsen hierbei sind stark abgesenkt.

Jetzt muss gerechnet werden: Die Baukosten übersteigen den Preis eines konventionellen Hauses. Langfristig spart man aber viel Geld an Energie, die - wie sich in jüngster Zeit immer dramatischer zeigt - immer teurer wird. Die Überlegung wird natürlich durch die Zuschüsse des Landes positiv beeinflusst und das ist schließlich das Ziel dieser Erleichterung.


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Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude, in dem im Sommer wie im Winter immer eine angenehme Temperatur herrscht, ohne zusätzliches Heiz- oder Klimatisierungsystem.

Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Gekennzeichnet wird das Passivhaus durch einen hohen Wohnkomfort mit einem sehr geringen Wärmebedarf durch Heizung. Dabei gelten bei den Passivhäusern zwei Grundprinzipien: Wärmeverlust vermeiden und die freie Wärmegewinnung nutzen.

Mit dem Bau eines Passivhauses lässt sich immer sehr gut Energie sparen. Durch die Superverglasung und die Superfensterrahmen, durch die gewonnene Luftdichtheit des Hauses, durch die passive Vorerwärmung der Frischluft, durch die Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft, durch die Nutzung von Solarkollektoren zur Erwärmung des Brauchwassers und zu guter letzt durch die sinnvolle Nutzung von Energiesparlampen, und Energie sparenden Kühlschränken, Waschmaschinen und Elektroherden.

Sonne und Häuser - heiße Kombination! © flickr / just_a_name_thingie

Der Kauf eines Passivhauses lohnt sich auch für “Normalverdiener”. Die Massnahmen werden durch kostengünstige und geförderte Kredite bezuschusst.

Ein Passivhaus wird vom Bau Planer immer auch als Passivhaus zertifiziert. Das Haus wird als Passivhaus deklariert wenn folgende Werte eingehalten werden. Der Jahresheizwärmebedarf muss weniger als 15 kWh/(m²a) sein, die Heizlast muss weniger als 10 W/m² und die Luftdichtigkeit weniger als 0,60/h betragen. Der Primärenergiebedarf sollte weniger als 120 kWh/(m²a) sein.

Der wichtigste Punkt für den Entschluss zum Bau eines Passivhauses ist die bedeutende Einsparung im Vergleich zum konventionellen Wohnungsbau, der beim Heizenergiebedarf mit höchstens 15 kWh/(m²a) liegt. Dies entspricht umgerechnet etwa 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.


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Fertighäuser werden immer beliebter. Das liegt an den niedrigen Herstellungskosten für ein Fertighaus und dem oft geringeren Aufwand im Ablauf der Bürokratie. Aber sind Fertighäuser auch ökologisch sinnvoller als die Massivhaus-Variante?

Das größte Öko-Problem von Fertighäusern dürfte die oft mangelhafte Wärmedämmung sein. Um den niedrigen Preis zu halten, wird bei Fertighäusern selten ein richtig guter Dämmstoff verwendet, so bildet sich im Sommer gerade in den höheren Etagen die typisch stickige “Fertighausluft”. Das ist heutzutage nicht mehr zwingend der Fall, aber es ist ein wichtiges Kriterium - genügt das Fertighaus diesem nicht, ist es als “ökologisches Gebäude” eindeutig durchgefallen.

Massivhaus und Sonne - schöne Kombination © flickr / flickrsven

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der verwendete Baustoff. Nur wenn dieser aus wiederverwertbaren und leicht zu entsorgenden Materialen besteht, kann man von einem ökologischen Haus sprechen. Da Öko-Baustoff meistens teurer ist, liegt der Schluss nahe, dass auch hier die meisten Fertighäuser nicht wirklich überzeugen können.

Das Massivhaus ist also ökologischer? Nicht unbedingt. Schließlich ist Fertighaus nicht gleich Fertighaus. Es gibt Firmen, die sich darauf konzentrieren, speziell auf ökologische Verträglichkeit zugeschnittene Fertighäuser zu entwerfen. Diese halten alle Standards ein und dürften so manches Massivhaus in den Schatten stellen, was Energieverbrauch und -effizienz angeht.

Bei einem Massivhaus ist der Vorteil sicherlich der, dass man selbst alles genau planen kann, ob zusammen mit dem Architekten oder alleine. Mittlerweile exisiteren jedoch auch Fertighäuser, bei denen die Planung Richtung Ökologischem Bauen bereits vorgenommen wurde und deren Angebot bei niedrigem Preis bestechend umweltfreundlich daherkommt.


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    • Ökologisch sinnvolle Umbauten: Für gutes Handwerk würde ich lieber einen Profi nehmen.

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