Mit einer Leistung von insgesamt 700 Megawatt (MW) plant der Energiekonzern Eon einen der weltweit größten Offshore-Windparks in der Ostsee.

Offshore-Windpark ©flickr.com / Jose Navas
Etwa 100 Kilometer vor der schwedischen Südostküste will Eon Nordic einen Offshore-Windpark mit 180 bis 230 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 700 Megawatt bauen. Insgesamt soll die jährliche Stromproduktion circa 3.000 Gigawattstunden betragen. Laut der schwedischen Zeitung Dagens Industri würden sich die Investitionen für ein etwaiges Projekt bei Größenordnungen um die 2,2 Milliarden Euro belaufen. Wie die deutsche Fachzeitschrift Erneuerbare Energien angibt, wolle sich die Konzernzentrale in Düsseldorf aufgrund vieler ungeklärter Parameter aber noch nicht weiter zum Vorhaben äußern.
Der Weltmarktführer im Bereich der Windenergie kündigt an, bis zum Jahresende erhebliche Sparmaßnahmen durchzuführen. Darin sind auch Entlassungen im vierstelligen Bereich inbegriffen.

Grüne Energie © Flickr/Lollie-Pop
Aufgrund des stark gesunkenen Umsatzes im vergangenen Jahr, welcher mit etwa 400 Millionen Euro deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen lag, sowie den weitaus höher als erwarteten Produktionskosten von 125 Millionen Euro kündigte der dänische Turbinenbauer und Weltmarktführer Vestas ein umfangreiches Sparprogramm bis zum Ende dieses Jahres an. Ebenfalls die vom Konzern herausgegebenen zwei Gewinnwarnungen innerhalb von drei Monaten scheinen den Turbinenhersteller zum Handeln gezwungen zu haben.
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Nachdem sich die Verhandlungen mit den Investoren als gescheitert herausstellten, musste der Hersteller multikristalliner Solarzellen in der vergangenen Woche seinen Geschäftsbetrieb endgültig einstellen.

Sonnenuntergang ©flickr.com / RGE224
Bereits im Oktober vergangenen Jahres meldete die deutsche Tochter des kanadischen Solarherstellers Arise im sächsischen Bischofswerda Insolvenz an - nun ist die Unternehmung endgültig Pleite und ihre 100 Mitarbeiter arbeitslos. Wie die Insolvenzverwalterin Bettina E. Breitenbücher bekannt gab, wird der gesamte Geschäftsbetrieb stillgelegt, weil sich kein Investor für das Unternehmen mehr finden lassen konnte.
Auch nach der Pleite vom Akteur Solar Millennium sei das Wüstenprojekt nicht in Gefahr, da andere am Projekt beteiligte Unternehmen die entstehenden Lücken füllen können.

Spiegel einer solar-thermischen Anlage in Portugal ©flickr.com / langalex
Wie eine Sprecherin der Deutschen Desertec Initiative (Dii) erklärte, würde die Dii keine Auswirkungen der Situation bei Solar Millennium auf die eigenen Aktivitäten sehen. Der Projektentwickler aus Erlangen sei nämlich nur einer von mehreren Akteuren, der sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert habe.
Unter anderem sei schließlich auch Siemens an dem großanlegten Projekt beteiligt. Sie würden sich ebenfalls mit der Entwicklung solarthermischer Kraftwerke auskennen. Trotzdem der Markt für solarthermische Anlagen in letzter Zeit eher Enttäuschungen einfuhr, möchte die Dii nach wie vor an dieser Technologie festhalten.
Mitte Dezember reichten die britische Hafengesellschaft Associated British Ports (ABP) und der Groß- und Technologiekonzern Siemens beim Stadtrat von Hull ihren Bauantrag für eine Export- und Produktionsanlage ein.

Siemens ©flickr.com / techweet
Die Genehmigung der eingereichten Pläne für die Siemensproduktion wird bis etwa Mitte des nächsten Jahres erwartet. Danach soll sich direkt der Baubeginn in der britischen Hafenstadt anschließen. Die Sprecherin der Siemens Wind Power A/S, Meike Wulfers, konkretisierte den Produktionsbetrieb: im Green Port Hull möchte der Konzern eine Produktionsstätte für Maschinenhäuser von Windenergieanlagen errichten. Daneben sollen Büros, Lager- und Logistikbereiche und ein Hubschrauberlandeplatz gebaut werden.
Vergangene Woche stellte der Projektentwickler aus Erlangen, Solar Millennium, seinen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Fürth.

Solar Millennium ©flickr.com / CAMPUS OF EXCELLENCE
Für die Kenner der Branche zeichnete sich die Konsequenz des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens schon seit Monaten ab. Denn schon als der Erlanger Projektentwickler seine laufende Projektpipeline in den USA an den Branchenkollegen Solarhybrid verkaufen wollte, ließen sich unternehmensinterne Schwierigkeiten vermuten. Seit Monaten schon kämpfte die Unternehmung um ihr Überleben und kam seit Oktober kaum noch aus der negativen Berichterstattung heraus. Auch die Forderung auf Schadensersatz vom Ex-Vorstand Utz Claasen sowie der Rücktritt des Firmengründers Hannes Kuhn zeugten nicht von einer sonderlich stabilen Firmenlage.
Schließlich sank auch die Aktie an der Börse von zuletzt 1,10 Euro auf 45 Cent pro Papier.
Für ihre Entwicklungsarbeit an organischen Solarzellen zeichnete der Bundespräsident Christian Wulff kürzlich die Dresdener Unternehmung Heliatek aus.

Deutscher Zukunftspreis ©flickr.com / hilbsch
Zusammen mit seinen Forschungspartnern erhielt das Unternehmen den Deutschen Zukunftspreis 2011 für seine Anwendung der Dotierung auf organische Halbleiter, deren Massenfertigung noch Mitte 2012 starten soll. Beteiligt an dieser Arbeit sind neben Heliatek seine Partnerfirma Novaled, seines Zeichens Hersteller organischer LEDs, das Institut für angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden und das ebenfalls in Dresden ansässige Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme.
Lange lagen die Aktivitäten des schwedischen Energiekonzerns Vattenfalls in den Plänen, ein CCS-Demonstrationsprojekt in Deutschland zu bauen - bis auf weiteres ist dieses Vorhaben nun gestoppt.

Kein CCS ©flickr.com / boeseraltermann
Zur Freude der Deutschen Umwelthilfe und aller Vertreter der “echten” grünen Energieversorgung erteilte der Energieversorger Vattenfall am gestrigen Tag das Aus für das von ihm geplante CCS (Carbon Capture and Storage)-Demonstrationsprojekt im niederlausitzschen Jänschwalde in Brandenburg. Begründet wird dieser Schritt mit der andauernden Entscheidungslosigkeit bezüglich der Entwicklung eines deutschen CCS-Gesetzes.
Mindestens 25% ihres Strombedarfs will das Bankenunternehmen Deutsche Bank künftig aus Windenergie decken. Zur Bekräftigung dieser Entscheidung und einer einhergehenden Verpflichtung hat es sich dem Gütesiegel “Windmade” angeschlossen.

Windmade ©flickr.com / green talk
Das Umweltsiegel unter der Bezeichnung “Windmade” wurde Anfang 2011 vom Windenergie-Konzern Vestas ins Leben gerufen. Das Siegel will es Unternehmen erleichern, ihren Energieverbrauch aus regenerativen Quellen in der Öffentlichkeit darzustellen und zu kommunizieren. Nach einem Zertifizierungsprozess, welcher die Überprüfung der Energiebezüge beinhaltet, dürfen neue Mitglieder das Label tragen. Zu diesen zählen sich mittlerweile fünfzehn weltweit agierende Unternehmen.
Auf der diesjährigen Agritechnica in Hannover konnte die Bebra Biogas Holding AG einen Großauftrag für eine 3-MegaWatt-Biogasanlage in Osteuropa für sich sichern.

Biogasanlage ©flickr.com / 100ee-Regionen
Als internationale Ausstellung für Landwirtschaftstechnik zählt die Agritechnica weltweit zu den wichtigsten Messeveranstaltungen ihrer Art. Für die Hamburger Bebra Biogas Holding AG entpuppte sich die Veranstaltung gar als deutlicher Gewinn. Sie erhielten von einem bisher nur als international agierende Investorengruppe benannten Auftraggeber einen Großauftrag für eine 3-MW-Biogasanlage mit der Aussicht auf 40 weitere Anlagen in den nächsten zehn Jahren.