Diesen Dienstag nahm sich unser Umweltminister Sigmar Gabriel in der Urania Zeit für einen Vortrag zur Umweltlage der Nation. Wieder einmal standen erneuerbare Energien und Schutz von Biodiversität als zentrale Schlagworte der folgenden Diskussion im Mittelpunkt.
Wie auch auf der Homepage des Bundesumweltministeriums ersichtlich, ist neben dem Ausbau von erneuerbaren Energien vor allem die Steigerung von Energie Effiziens wichtigster Ansatzpunkt um Ressourcen zu schonen und CO2 im Angesicht des Klimawandels einzusparen. Die höchste Steigerung lässt sich hier in dem verbesserten Ausbau der eigenen vier Wände erreichen. Denn erstaunlicher Weise entfällt 90% des Energieverbrauchs, Vekehr ausgenommen, in privaten Haushalten auf Heizung und Warmwasseraufbereitung. Ein Grund mehr sich über die Herkunft der häuslichen Energie Gedanken zu machen und die Frage zu stellen, ob fossile oder regenerative Quellen eingespeist sind. Ein Energiewechel ist daher die beste Form den Nutzen alternativer Energien zu demonstrieren. Denn die Sonne scheint - Atomkraft strahlt…
Die Bundesregierung hat angesichts der vom BMU gesetzten Schwerpunkte ein umfangreiches Paket an Förderungen für Energie-Einsparungen geschnürt, welches fortlaufend erweitert wird. Dazu gehört im Bereich ökologisches Bauen seit 2001 das CO2-Gebäudesanierungsprogramm. So werden zum Beispiel effizientere Gestaltung der Gebäudehülle, wie etwa die Wärmedämmung von Dach und Außenwänden oder die Erneuerung der Fenster, als auch Verbesserung der Heizungsanlage gefördert. In dem Zeitraum von 2006 bis noch zum Ende diesen Jahres sind jährlich 1,4 mrd. allein für dieses Programm zur Verfügung gestellt worden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl finanzieller Anreize von Krediten über Zuschüsse und zinsvergünstigte Darlehen, je nachdem unter welches Programm der Ausbau zu alternativen Energien fällt. Praktischerweise erhielt auch die Stelle für Energieberatung Zuschüsse von der Regierung. Denn selbst mit umfangreichen Online-Energienetzen (wie dieses hier) lässt sich die Vielzahl der Programm nur schwer überschauen.
Das schöne an Energieeinsparungsmaßnahmen ist, dass mit dem effizienteren Umgang von Energie auch der Umgang mit den daran hängenden Kosten nicht zu vergessen ist. Da solle noch einer behaupten Umweltschutz könne man sich auf Grund mangelnden Geldes nicht leisten. Von einigen wenigen Finanzhaien abgesehen, ist es nämlich unsere Umwelt die von dem momentanen Wirtschaftstief profitiert. Es bleibt zu hoffen, dass der bedachtere Umgang mit Ressourcen mit dem Erstarken der Märkte nicht wieder abfällt. Ein Sparen tut jedenfall allen gut!