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Fossile Energie war gestern
 


Zellenhersteller Arise ist pleite

Autor: franfi
abgelegt in: Solarenergie

Nachdem sich die Verhandlungen mit den Investoren als gescheitert herausstellten, musste der Hersteller multikristalliner Solarzellen in der vergangenen Woche seinen Geschäftsbetrieb endgültig einstellen.

Sonnenuntergang ©flickr.com / RGE224
Sonnenuntergang ©flickr.com / RGE224

Bereits im Oktober vergangenen Jahres meldete die deutsche Tochter des kanadischen Solarherstellers Arise im sächsischen Bischofswerda Insolvenz an - nun ist die Unternehmung endgültig Pleite und ihre 100 Mitarbeiter arbeitslos. Wie die Insolvenzverwalterin Bettina E. Breitenbücher bekannt gab, wird der gesamte Geschäftsbetrieb stillgelegt, weil sich kein Investor für das Unternehmen mehr finden lassen konnte.

Nach nur vier Jahren der Inbetriebnahme der Werkhallen für die Siliziumsolarzellen-Produktion ging mit dem ersten Januar diesen Jahres das eigentliche Insolvenzverfahren los. Zwar musste der Betrieb ohne Kapitalzuschuss nun eingestellt werden, allerdings befände sich das Unternehmen laut Breitenbücher aktuell noch in Verhandlungen mit einem Interessenten.

Die Insolvenzverwalterin macht für den Niedergang des Unternehmens vor allem die allgemeine Krise in der deutschen Solarbranche verantwortlich, wie es in einer offiziellen Stellungnahme heißt. Vor allem der starke Preisdruck der asiatischen Konkurrenten würde die heimischen Modulhersteller in Schwierigkeiten geraten lassen. Dies führe auch bei den Investoren zu starker Zurückhaltung. Außerdem verweise sie darauf, dass Arise nicht das einzige Unternehmen sei, das durch den harten Preiskampf [und die sinkenden Gewinne] in die Insolvenz getrieben wurde.

Auch vom kanadischen Mutterkonzern lässt sich kein Geld mehr erwarten, denn auch dieser meldete Mitte Dezember 2011 Insolvenz an. Insgesamt hätten sich die Verbindlichkeiten in der kurzen Existenz des Unternehmens auf rund 9,6 Millionen kanadische Dollar angehäuft - dies entspricht einem Betrag von fast 7,3 Millionen Euro.
Trotz allem gebe man die Hoffnung nicht auf und suche weiterhin angestrengt nach Möglichkeiten, den sächsischen Standort zu halten.

(Quelle)


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